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<title>Endphaseverbrechen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Endphaseverbrechen</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Als <b>Endphaseverbrechen</b> oder <b>Verbrechen der Endphase</b> werden <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">nationalsozialistische</a> <a href="Verbrechen" title="Verbrechen">Verbrechen</a> bezeichnet, die in den letzten Wochen und Monaten des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> begangen wurden; meist wird die <i>Endphase</i> dabei als der Zeitraum zwischen Oktober 1944 und Juli 1945 verstanden, bedingt durch das örtlich unterschiedliche Vorrücken der alliierten Truppen auf das Reichsgebiet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Begriff wurde im Umfeld der <a href="NS-Prozesse" title="NS-Prozesse">NS-Prozesse</a> in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> und <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a> nach 1945 geprägt. In der Gerichtsurteilssammlung <i><a href="Justiz_und_NS-Verbrechen" title="Justiz und NS-Verbrechen">Justiz und NS-Verbrechen</a></i> werden 410 Urteile zum Tatkomplex „Verbrechen der Endphase“ dargestellt.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmärsche von KZ-Häftlingen</a></div>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Täter_und_Opfer"><span id="T.C3.A4ter_und_Opfer"></span>Täter und Opfer</h2></div>
<p>Typische Täter waren Angehörige staatlicher Organe und nationalsozialistischer Organisationen wie <a href="Gestapo" class="mw-redirect" title="Gestapo">Gestapo</a>, <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS</a> sowie der <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a>, nach <a href="Daniel_Blatman" title="Daniel Blatman">Daniel Blatmans</a> zusammenfassender Studie oft Zivilisten aus <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">HJ</a>, <a href="Volkssturm" title="Volkssturm">Volkssturm</a>, Wachmänner irgendwelcher Herkunft und auch unorganisierte Bürger. Typische Opfer waren Zivilisten und Soldaten, die der <a href="Wehrkraftzersetzung" title="Wehrkraftzersetzung">Wehrkraftzersetzung</a> oder der <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Fahnenflucht</a> beschuldigt wurden, KZ-Häftlinge auf <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmärschen</a> sowie <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeiter</a> und Kriegsgefangene aus anderen Ländern.
</p><p><a href="Ferdinand_Sch%C3%B6rner" title="Ferdinand Schörner">Ferdinand Schörner</a>, von Hitler am 30.&nbsp;April 1945 in seinem <a href="Politisches_Testament_Adolf_Hitlers" title="Politisches Testament Adolf Hitlers">politischen Testament</a> zum Oberbefehlshaber des Heeres ernannt, wurde als der „blutige Ferdinand“ bekannt; er galt und gilt als „der brutalste von Hitlers Feldmarschällen“.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Regelmäßig riss er zurückweichenden Offizieren Orden und Rangabzeichen herunter und verurteilte versprengte Soldaten zum Tode. Viele Soldaten und <a href="Volkssturm" title="Volkssturm">Volkssturmmänner</a> schickte er auf sogenannte <a href="Himmelfahrtskommando" title="Himmelfahrtskommando">Himmelfahrtskommandos</a>. Im März 1945 wollte Schörner General <a href="Hanns_von_Rohr" title="Hanns von Rohr">Hanns von Rohr</a> hinrichten lassen, weil dieser sich weigerte, Soldaten, die vor sowjetischen Panzern geflüchtet waren, zu erschießen. Das OKH milderte das Todesurteil zu Degradierung und Bewährungseinsatz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Juristische_Aufarbeitung">Juristische Aufarbeitung</h2></div>
<p>Durch das <a href="Kontrollratsgesetz_Nr._4" title="Kontrollratsgesetz Nr. 4">Kontrollratsgesetz Nr.&nbsp;4</a> vom 20.&nbsp;Oktober 1945<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zur Umgestaltung des deutschen Gerichtswesens wurde es deutschen Gerichten ermöglicht, eine Strafverfolgung auch von Verbrechen der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">NS-Zeit</a> aufzunehmen, aber nur im begrenzten Umfang. Verbrechen gegen Staatsangehörige der <a href="Alliierte" title="Alliierte">Alliierten</a> durften zunächst nicht verfolgt werden, diesen Bereich behielten sich die alliierten Militärbehörden noch selbst vor.
Ihre Hauptprozesse, der <a href="N%C3%BCrnberger_Prozesse" title="Nürnberger Prozesse">Nürnberger Prozess</a> sowie dessen Folgeprozesse, die gegen die hochrangigen Täter geführt wurden, begannen etwa zur selben Zeit. Mit diesem Kontrollratsgesetz war die Zuständigkeit deutscher Gerichte und Staatsanwälte zunächst vorwiegend auf Verbrechen an Deutschen oder Österreichern beschränkt.
</p><p>Bedingt durch die zeitliche Nähe, die die Beweislage begünstigte, kamen daher in den ersten Jahren viele Verbrechen der letzten Kriegswochen, die sogenannten Endphaseverbrechen, vor Gericht. Angeklagt wurden dabei in der Regel zunächst diejenigen, die die Verbrechen ausgeführt hatten. Verfahren gegen Schreibtischtäter wurden erst in späteren Jahren in größerer Zahl angestrengt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Viele westdeutsche Gerichte stellten heraus, dass die Endphaseverbrechen in einer „allgemeinen Untergangs- und Endzeitstimmung“, einer „Endkampf- und <a href="Massenpsychose" class="mw-redirect" title="Massenpsychose">Massenpsychose</a>“, einer Stimmung des Terrors und des Zusammenbruchs der staatlichen Ordnung stattfanden und werteten dieses als schuldentlastend und strafmildernd. Das <a href="Straffreiheitsgesetz_1954" title="Straffreiheitsgesetz 1954">Straffreiheitsgesetz</a> von 1954 sah eine teilweise Amnestie vor für Straftaten, die „unter dem Einfluß der außergewöhnlichen Verhältnisse zwischen dem 1.&nbsp;Oktober 1944 und dem 31.&nbsp;Juli 1945 in der Annahme einer Amts-, Dienst- oder Rechtspflicht, insbesondere auf Grund eines Befehls“ begangen worden waren.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verfahren, in denen Freiheitsstrafen unterhalb von drei Jahren zu erwarten waren, wurden eingestellt. Die Strafbefreiung bzw. Verfahrenseinstellung nach § 6 betraf im ersten Jahr 77 Fälle, darunter 44 wegen Totschlags bzw. Totschlags in minderschweren Fällen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Gesetzestext nahm das Motiv „auf Grund eines Befehls“ auf und beflügelte die Kontroverse um den so genannten <a href="Befehlsnotstand" title="Befehlsnotstand">Befehlsnotstand</a>. Der Historiker <a href="Norbert_Frei" title="Norbert Frei">Norbert Frei</a> sieht als Folge der Amnestie eine „politische und gesellschaftliche Delegitimation von Strafverfolgungsbemühungen“, die sich in einem „dramatischen Rückgang der neu eingeleiteten Ermittlungsverfahren“ gegen NS-Täter auswirkte.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine weitere Erschwerung der Ahndung von NS-Verbrechen trat am 1.&nbsp;Oktober 1968 mit der <b>Änderung des Ordnungswidrigkeiten-Gesetzes</b> in Kraft, auch bekannt als <a href="Verj%C3%A4hrungsskandal" title="Verjährungsskandal">Verjährungsskandal</a>. Wenig später mussten die meisten Strafverfahren gegen NS-Täter in der Bundesrepublik eingestellt werden. Aufgrund einer angeblich übersehenen Nebenwirkung der Gesetzesänderung hatten nun alle NS-Straftaten außer Mord 15 Jahre nach Beginn einer möglichen Strafverfolgung als verjährt zu gelten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Digitale_Erschließung"><span id="Digitale_Erschlie.C3.9Fung"></span>Digitale Erschließung</h2></div>
<p>Im Zuge der historischen Forschung werden Endphaseverbrechen zunehmend auch digital erfasst und ausgewertet; neben gedruckten Dokumentationen und regionalen Studien existieren digitale Datenbanken, die Tatorte und Ereignisse systematisch verzeichnen. Der NaziCrimesAtlas macht nationalsozialistische Gewaltverbrechen der letzten Kriegsmonate in einem digitalen Atlas kartografisch zugänglich und basiert auf ausgewerteten Gerichtsakten.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beispiele">Beispiele</h2></div>
<p>Beispiele für Kriegsendphasenverbrechen in Deutschland, Österreich, Italien und Kroatien sind (alphabetisch nach Ort):
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aachen">Aachen</h3></div>
<p>25. März 1945: <a href="Franz_Oppenhoff" title="Franz Oppenhoff">Franz Oppenhoff</a>, nach der Einnahme <a href="Aachen" title="Aachen">Aachens</a> durch die <a href="Streitkr%C3%A4fte_der_Vereinigten_Staaten" title="Streitkräfte der Vereinigten Staaten">US-Armee</a> von den Amerikanern als Oberbürgermeister eingesetzt, wurde auf Befehl <a href="Heinrich_Himmler" title="Heinrich Himmler">Heinrich Himmlers</a> vor seinem Haus von einem <a href="Kommando_(Milit%C3%A4r)" title="Kommando (Militär)">Kommando</a> (SS-Männer und <a href="Luftwaffe_(Wehrmacht)" title="Luftwaffe (Wehrmacht)">Luftwaffe</a>) ermordet. Das Kommando hatte mit einem <a href="Beutewaffe" title="Beutewaffe">erbeuteten</a> US-Flugzeug die Frontlinie überquert.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Altötting"><span id="Alt.C3.B6tting"></span>Altötting</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="B%C3%BCrgermorde_von_Alt%C3%B6tting" title="Bürgermorde von Altötting">Bürgermorde von Altötting</a></i></div>
<p>In <a href="Alt%C3%B6tting" title="Altötting">Altötting</a> wurden <a href="Adam_Wehnert" title="Adam Wehnert">Adam Wehnert</a>, <a href="Josef_Bruckmayer" title="Josef Bruckmayer">Josef Bruckmayer</a>, <a href="Hans_Riehl_(M%C3%A4rtyrer)" title="Hans Riehl (Märtyrer)">Hans Riehl</a>, <a href="Monsignore" title="Monsignore">Monsignore</a> <a href="Adalbert_Vogl" title="Adalbert Vogl">Adalbert Vogl</a> und <a href="Martin_Seidel_(M%C3%A4rtyrer)" title="Martin Seidel (Märtyrer)">Martin Seidel</a> am 28. April 1945 durch ein SS-Kommando <a href="Standrecht" title="Standrecht">standrechtlich</a> erschossen, während Landrat <a href="Josef_Kehrer" title="Josef Kehrer">Josef Kehrer</a> und Bürgermeister Karl Lex nach offizieller Darstellung Selbstmord begingen. Sie hatten nach einem Aufruf durch die <a href="Freiheitsaktion_Bayern" title="Freiheitsaktion Bayern">Freiheitsaktion Bayern</a> versucht, ihre Heimatstadt von der NS-Herrschaft zu befreien, um damit eine Zerstörung durch die heranrückenden US-Truppen zu verhindern.
Am 1.&nbsp;Mai 1945 wurde schließlich auch noch der Elektromonteur <a href="Max_Storfinger" title="Max Storfinger">Max Storfinger</a> erschossen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Amsterdam">Amsterdam</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Hinrichtung_deutscher_Deserteure_am_13._Mai_1945" title="Hinrichtung deutscher Deserteure am 13. Mai 1945">Hinrichtung deutscher Deserteure am 13. Mai 1945</a></i></div>
<p>Die <a href="Hinrichtung" title="Hinrichtung">Hinrichtung</a> deutscher Deserteure am 13. Mai 1945 fand fünf Tage nach der <a href="Bedingungslose_Kapitulation_der_Wehrmacht" title="Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht">Kapitulation Nazi-Deutschlands</a> und der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg statt, als ein illegales <a href="Milit%C3%A4rgericht" title="Militärgericht">Kriegsgericht</a>, das sich aus gefangenen und entwaffneten deutschen Offizieren zusammensetzte, die unter alliierter Bewachung in <a href="Amsterdam" title="Amsterdam">Amsterdam</a>, <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlande</a>, festgehalten wurden, ein <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">Todesurteil</a> gegen zwei ehemalige deutsche <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Deserteure</a> der <a href="Kriegsmarine" title="Kriegsmarine">Kriegsmarine</a>, Bruno Dorfer und <a href="Rainer_Beck_(Matrose)" title="Rainer Beck (Matrose)">Rainer Beck</a>, verhängte. Der <a href="Mock_trial" title="Mock trial">Scheinprozess</a> fand in einem verlassenen <a href="Fabrik" title="Fabrik">Montagewerk</a> der <a href="Ford" title="Ford">Ford Motor Company</a> außerhalb von Amsterdam statt, das damals ein von der <a href="Canadian_Army" title="Canadian Army">kanadischen Armee</a> betriebenes <a href="Kriegsgefangenenlager" title="Kriegsgefangenenlager">Kriegsgefangenenlager</a> war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ansbach">Ansbach</h3></div>
<p><a href="Robert_Limpert" title="Robert Limpert">Robert Limpert</a> wurde wenige Stunden vor dem Einmarsch der <a href="United_States_Army_Europe_and_Africa#Zweiter_Weltkrieg" title="United States Army Europe and Africa">Amerikaner</a> vom <a href="Kampfkommandant" title="Kampfkommandant">Kampfkommandanten</a> am <a href="Rathaus_(Ansbach)" title="Rathaus (Ansbach)">Ansbacher Rathaus</a> erhängt. Er hatte öffentlich und demonstrativ eine Telefonleitung vom (ehemaligen) Gefechtsstand zu einer Wehrmachtseinheit durchschnitten, um seine Heimatstadt vor sinnlosen Kämpfen zu bewahren. Der Kampfkommandant setzte sich unmittelbar nach der Hinrichtung mit dem Fahrrad in Richtung Gunzenhausen ab. Die Stadt <a href="Ansbach" title="Ansbach">Ansbach</a> rang sich erst Jahrzehnte später zu einem würdigen Gedenken durch.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Apolda">Apolda</h3></div>
<p>Im April 1945 wurden auf dem Sportplatz Bismarck-Höhe sechs fahnenflüchtige Wehrmachtsdeserteure erschossen. Zum Gedenken an die drei namentlich bekannten jungen Soldaten <a href="Liste_der_Stolpersteine_in_Apolda" title="Liste der Stolpersteine in Apolda">Gerd Funke, Anton Müller und Gerhard Volk</a> wurden am 18.&nbsp;August 2009 unweit des Tatortes drei <a href="Stolpersteine" title="Stolpersteine">Stolpersteine</a> verlegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aschaffenburg">Aschaffenburg</h3></div>
<p>28. März 1945: <a href="Friedel_Heymann" title="Friedel Heymann">Friedel Heymann</a> wurde als angeblicher Fahnenflüchtiger öffentlich hingerichtet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aschendorfer_Moor,_Emslandlager,_Leer/Ostfriesland"><span id="Aschendorfer_Moor.2C_Emslandlager.2C_Leer.2FOstfriesland"></span>Aschendorfer Moor, Emslandlager, Leer/Ostfriesland</h3></div>
<p>Der Gefreite <a href="Willi_Herold" title="Willi Herold">Willi Herold</a>, „der Henker vom Emsland“ genannt, wurde von seiner Einheit getrennt und „beförderte“ sich selbst zum Hauptmann. Mit einer Gruppe von verstreuten Soldaten, die sich ihm angeschlossen hatten, übernahm er am 11.&nbsp;April 1945 unter Vortäuschung entsprechender Befugnisse das <a href="Emslandlager_Aschendorfermoor" title="Emslandlager Aschendorfermoor">Emslandlager Aschendorfermoor</a>. Herold und seine Mittäter töteten insgesamt 172&nbsp;Lagerinsassen und Zivilisten.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bad_Schmiedeberg">Bad Schmiedeberg</h3></div>
<p>Am 27. April 1945 wurde der 19-jährige Soldat Jürgen zur Nieden (geb. 26. Januar 1926) in Bad Schmiedeberg in letzter Minute standrechtlich erschossen, weil er sich unerlaubt von der Truppe entfernt hatte, und nahe dem Wasserturm am Waldrand verscharrt.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Sein Leichnam wurde am 3.&nbsp;Februar 1946 umgebettet und feierlich auf der Kriegsgräberanlage des Bad Schmiedeberger Friedhofs in Grab Nr.&nbsp;19 in Reihe 1 bestattet.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Berlin">Berlin</h3></div>
<ul><li><a href="Prinz-Albrecht-Stra%C3%9Fe" class="mw-redirect" title="Prinz-Albrecht-Straße">Prinz-Albrecht-Straße</a> und <a href="Invalidenstra%C3%9Fe_(Berlin)" title="Invalidenstraße (Berlin)">Invalidenstraße</a><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
<ul><li>22./23. April 1945: 15 Häftlinge des <a href="Zellengef%C3%A4ngnis_Lehrter_Stra%C3%9Fe" title="Zellengefängnis Lehrter Straße">Zellengefängnis Lehrter Straße</a>, meist Angehörige des Kreises vom <a href="Attentat_vom_20._Juli_1944" title="Attentat vom 20. Juli 1944">20.&nbsp;Juli 1944</a>, wurden zu nächtlicher Stunde auf einem Trümmergelände in der Invalidenstraße von einem SS-Kommando unter Führung von <a href="Kurt_Stawizki" title="Kurt Stawizki">Kurt Stawizki</a> durch Genickschuss umgebracht:
<ul><li><a href="Albrecht_Haushofer" title="Albrecht Haushofer">Albrecht Haushofer</a> (geb. 7.&nbsp;Januar 1903)</li>
<li>Max Jennewein (geb. 4.&nbsp;August 1903)</li>
<li>Carlos Wilhelm Moll (geb. 16.&nbsp;April 1900)</li>
<li><a href="Ernst_Munzinger_(Offizier)" title="Ernst Munzinger (Offizier)">Ernst Munzinger (Offizier)</a> (geb. 6.&nbsp;Juli 1887)</li>
<li>Hans Victor von Salviati (geb. 23.&nbsp;August 1897)</li>
<li>Sergej Sossimow (geb. unbekannt, sowjetischer Kriegsgefangener)</li>
<li><a href="Wilhelm_Staehle" title="Wilhelm Staehle">Wilhelm Staehle</a> (geb. 20.&nbsp;November 1877)</li>
<li><a href="Klaus_Bonhoeffer" title="Klaus Bonhoeffer">Klaus Bonhoeffer</a> (geb. 5.&nbsp;Januar 1901)</li>
<li><a href="Hans_John_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)" title="Hans John (Widerstandskämpfer)">Hans John (Widerstandskämpfer)</a> (geb. 31.&nbsp;August 1911)</li>
<li><a href="Herbert_Kosney" title="Herbert Kosney">Herbert Kosney</a> (überlebte den Genickschuss schwer verletzt)</li>
<li><a href="Richard_Kuenzer" title="Richard Kuenzer">Richard Kuenzer</a> (geb. 6.&nbsp;September 1875)</li>
<li><a href="Carl_Adolf_Marks" title="Carl Adolf Marks">Carl Adolf Marks</a> (geb. 14.&nbsp;Februar 1894)</li>
<li><a href="Wilhelm_zur_Nieden" title="Wilhelm zur Nieden">Wilhelm zur Nieden</a> (geb. 29.&nbsp;August 1878)</li>
<li><a href="Friedrich_Justus_Perels" title="Friedrich Justus Perels">Friedrich Justus Perels</a> (geb. 13.&nbsp;November 1910)</li>
<li><a href="R%C3%BCdiger_Schleicher" title="Rüdiger Schleicher">Rüdiger Schleicher</a> (geb. 14.&nbsp;Januar 1895)</li>
<li><a href="Hans_Ludwig_Sierks" title="Hans Ludwig Sierks">Hans Ludwig Sierks</a> (geb. 24.&nbsp;Juli 1877)</li></ul></li>
<li>23./24. April 1945: Auf dieselbe Weise endeten
<ul><li><a href="Karl_Ludwig_Freiherr_von_und_zu_Guttenberg" title="Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg">Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg</a></li>
<li><a href="Albrecht_Graf_von_Bernstorff" title="Albrecht Graf von Bernstorff">Albrecht Graf von Bernstorff</a></li>
<li><a href="Ernst_Schneppenhorst" title="Ernst Schneppenhorst">Ernst Schneppenhorst</a></li>
<li>Ruprecht Gehring</li>
<li>Eugen Ense</li>
<li><a href="Hans_Koch_(Jurist)" title="Hans Koch (Jurist)">Hans Koch</a></li>
<li><a href="Josef_Wagner_(Gauleiter)" title="Josef Wagner (Gauleiter)">Josef Wagner</a>?</li></ul></li>
<li>24. April 1945: Ein unbekannter deutscher Soldat wurde von Nationalsozialisten an einem damals vor dem Haus Albrechtstraße 2 befindlichen Straßenbahnmast erhängt. Seine Identität konnte nie geklärt werden. Der tote Körper hing tagelang zur „Abschreckung“ an diesem Mast.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>28. April 1945: 35 Häftlinge aus dem Gefängnis der <a href="Gestapo" class="mw-redirect" title="Gestapo">Gestapo</a> in der Prinz-Albrecht-Straße wurden in einer Ruine an der Puttkamerstraße von der SS ermordet.</li>
<li>1. Mai 1945: Am Kreuzberger Teil des Landwehrkanals kam es immer noch zu Kämpfen. Vor dem Haus Tempelhofer Ufer 34, wo sich heute eine Tankstelle befindet, half Karl Schippa verwundeten sowjetischen Soldaten. Dabei fiel er einer versprengten Gruppe von SS-Männern in die Hände und wurde – nur wenige Stunden vor der Kapitulation Berlins – an Ort und Stelle erschossen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Blankenhain">Blankenhain</h3></div>
<p>Bei der Annäherung US-amerikanischer Truppen an den Ort am 8. April 1945 versuchte Bürgermeister <a href="Konrad_Fu%C3%9F" title="Konrad Fuß">Konrad Fuß</a> eine weiße Fahne zu hissen, wobei er erschossen wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bochum">Bochum</h3></div>
<p>Am 29. März 1945 gab der damalige Gefängnisdirektor des <a href="JVA_Bochum" class="mw-redirect" title="JVA Bochum">Zuchthauses Bochum</a> die Anweisung, das Zuchthaus zu evakuieren, so dass die Gefangenen, darunter viele politische Gefangene, nach Celle marschieren mussten. Der Priester Josef Reuland war so geschwächt, dass er nicht mehr laufen konnte. Ihm wurde deswegen von dem Gefängniswärter Hans Brodowski ins Genick geschossen und er konnte nur dank der Hilfe einiger Deutscher gerettet werden. Hans Brodowski wurde 1949 zu sechs Jahren wegen versuchten Mordes verurteilt, alle anderen Gefängnismitarbeiter blieben ohne Verurteilung.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bozen">Bozen</h3></div>
<p>Sich zurückziehende deutsche Einheiten der <a href="Heeresgruppe_C" title="Heeresgruppe C">Heeresgruppe C</a> töteten am 3. Mai 1945 im <a href="Industriegebiet_Bozen" title="Industriegebiet Bozen">Industriegebiet Bozen</a> sowie im Stadtgebiet 36 Partisanen und Zivilisten. Auch fünf deutsche Soldaten kamen dabei ums Leben.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bremen">Bremen</h3></div>
<ul><li>Frühjahr 1945: 15 <a href="Deportation" title="Deportation">Deportierte</a> aus dem Dorf <a href="Meensel-Kiezegem" class="mw-redirect" title="Meensel-Kiezegem">Meensel-Kiezegem</a>/<a href="Belgien" title="Belgien">Belgien</a> kommen im <a href="KZ_Neuengamme" title="KZ Neuengamme">KZ Neuengamme</a>/<a href="Liste_der_Au%C3%9Fenlager_des_KZ_Neuengamme" title="Liste der Außenlager des KZ Neuengamme">Nebenlager</a> <a href="Bremen-Blumenthal" class="mw-redirect" title="Bremen-Blumenthal">Bremen-Blumenthal</a> ums Leben. Am 1.&nbsp;August und 11.&nbsp;August 1944 wurde das Dorf von SS und belgischen Faschisten überfallen, viele Dorfbewohner wurden deportiert, darunter 22 nach Blumenthal zur Zwangsarbeit im Stahlwerk. 61 Einwohner wurden ins KZ Neuengamme deportiert. 15 von ihnen starben als Zwangsarbeiter in der Werft <a href="AG_Weser" title="AG Weser">AG Weser</a>.</li>
<li>In Bremen gab es schon im März 1944 <i>Evakuierungs</i>listen der SS, nach denen alle <a href="NS-Zwangsarbeit" class="mw-redirect" title="NS-Zwangsarbeit">Zwangsarbeiter</a> (nicht nur der KZ-Außenlager) in größere Sammelpunkte getrieben werden sollten, um von dort beim Anrücken der Alliierten in Marsch gesetzt zu werden. Kein Gefangener sollte lebend in die Hände der Alliierten fallen.
<ul><li>Im ersten Quartal 1945 kamen einem Arztbericht vom März 1945 zufolge in den sieben Bremer Neuengamme-Außenkommandos 515 KZ-Häftlinge ums Leben (sind verhungert, an Entkräftung verstorben, erfroren, wurden erschlagen), 249 alleine im <a href="KZ-Au%C3%9Fenlager_Sch%C3%BCtzenhof" title="KZ-Außenlager Schützenhof">KZ-Außenlager Schützenhof</a> namentlich belegt, 55 im Kommando Blumenthal, 203 im <a href="KZ_Farge" title="KZ Farge">KZ Farge</a>, 68 Tote im Lager Rießpott/Osterort.</li>
<li>Bei einem Transport von 100 KZ-Häftlingen am 11. Januar 1945 aus diesem Außenlager kamen drei Häftlinge lebend in Neuengamme an. Der <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmarsch</a> von 2500 bis 3000 Häftlingen begann am 9.&nbsp;April 1945 in Farge und führte über Neuengamme an die <a href="L%C3%BCbecker_Bucht" title="Lübecker Bucht">Lübecker Bucht</a>, wo die Überlebenden zusammen mit anderen Opfern der „<a href="Evakuierungsmarsch" class="mw-redirect" title="Evakuierungsmarsch">Evakuierungsmärsche</a>“ auf die <i><a href="Cap_Arcona_(Schiff%2C_1927)" title="Cap Arcona (Schiff, 1927)">Cap Arcona</a></i>, <i><a href="Thielbek" title="Thielbek">Thielbek</a></i> und <i><a href="Athen_(Schiff%2C_1936)" title="Athen (Schiff, 1936)">Athen</a></i> verladen wurden. Die Schiffe wurden durch britische Bomben versenkt, die Insassen kamen zumeist ums Leben. Ein Teil der Transportunfähigen wurde im Kriegsgefangenenlager <a href="Sandbostel" title="Sandbostel">Sandbostel</a> mit <a href="Flecktyphus" class="mw-redirect" title="Flecktyphus">Flecktyphus</a> und <a href="Ruhr" title="Ruhr">Ruhr</a> zurückgelassen. Alleine in <a href="Brillit" title="Brillit">Brillit</a> (Kreis Rotenburg) wurden über 300 Tote begraben.</li></ul></li></ul>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Gedenkmarsch_Farge%E2%80%93Sandbostel" title="Gedenkmarsch Farge–Sandbostel">Gedenkmarsch Farge–Sandbostel</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Brettheim_und_Reubach">Brettheim und Reubach</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="M%C3%A4nner_von_Brettheim" title="Männer von Brettheim">Männer von Brettheim</a></i></div>
<p>Drei Bürger des Dorfes <a href="Brettheim_(Rot_am_See)" class="mw-redirect" title="Brettheim (Rot am See)">Brettheim</a> bei <a href="Rot_am_See" title="Rot am See">Rot am See</a> wurden von SS und Wehrmacht unmittelbar vor Kriegsende erhängt. Sie hatten <a href="Hitler-Jugend" class="mw-redirect" title="Hitler-Jugend">HJ</a>-Mitgliedern, die weiterkämpfen wollten, die Waffen abgenommen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Burgstall">Burgstall</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Todesmarschdenkmal_Dolle" title="Todesmarschdenkmal Dolle">Todesmarschdenkmal Dolle</a></i></div>
<p>Mehrere Hundert Häftlinge aus dem KZ <a href="KZ_Mittelbau-Dora" title="KZ Mittelbau-Dora">Mittelbau-Dora</a> wurden im April 1945 in einem Räumungstransport per Bahn nach <a href="Letzlingen" title="Letzlingen">Letzlingen</a> verschleppt und von dort in Gruppen zu Fuß weiter auf <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmärsche</a> in verschiedene Richtungen getrieben, u.&nbsp;a. durch die <a href="Colbitz-Letzlinger_Heide" title="Colbitz-Letzlinger Heide">Colbitz-Letzlinger Heide</a> in Richtung <a href="Burgstall_(Landkreis_B%C3%B6rde)" title="Burgstall (Landkreis Börde)">Burgstall</a>.
Bei <a href="Dolle_(Burgstall)" title="Dolle (Burgstall)">Dolle</a> wurden 67 KZ-Häftlinge ermordet und entlang der Wegstrecken in anonymen Massengräbern verscharrt. Erst 1949 erfolgte deren Exhumierung und würdige Beisetzung in einer Sammelgrabstätte.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Celle">Celle</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_von_Celle" title="Massaker von Celle">Massaker von Celle</a></i></div>
<p>8. April 1945: Während der Bombardierung des <a href="Celle" title="Celle">Celler</a> Güterbahnhofs befand sich dort auch ein KZ-Häftlingstransport. Die flüchtenden Überlebenden wurden verfolgt und von SS-Leuten erschossen, dabei beteiligten sich auch Polizei und Zivilpersonen an diesem Massaker von Celle. Augenzeugen verglichen die Angriffe auf die flüchtenden Häftlinge mit einer „Hasenjagd“.<sup id="cite_ref-celle-im-nationalsozialismus_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-celle-im-nationalsozialismus-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-CZ-08-04-2008_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-CZ-08-04-2008-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihm fielen am 8.&nbsp;April 1945 bei Celle mindestens 170 <a href="KZ-H%C3%A4ftling" title="KZ-Häftling">KZ-Häftlinge</a> zum Opfer.<sup id="cite_ref-taz_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-taz-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Chemnitz">Chemnitz</h3></div>
<p>27. März 1945: <a href="Chemnitz" title="Chemnitz">Chemnitzer</a> Gestapoleute erschossen im Wald bei <a href="Neukirchen/Erzgeb." title="Neukirchen/Erzgeb.">Neukirchen</a> sieben aus der Haft geflohene Antifaschisten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutsch_Schützen"><span id="Deutsch_Sch.C3.BCtzen"></span>Deutsch Schützen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_von_Deutsch_Sch%C3%BCtzen" title="Massaker von Deutsch Schützen">Massaker von Deutsch Schützen</a></i></div>
<p>29. März 1945: Zumindest 57 <a href="Juden_in_Ungarn" class="mw-redirect" title="Juden in Ungarn">ungarische Juden</a>, die davor als Zwangsarbeiter beim Bau des <a href="S%C3%BCdostwall" title="Südostwall">Südostwalls</a> eingesetzt waren, wurden von drei versprengten Soldaten der <a href="Waffen-SS" title="Waffen-SS">Waffen-SS</a> ermordet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dortmund">Dortmund</h3></div>
<ul><li>9. Februar 1945: Eine Verhaftungswelle begann; vom 7.&nbsp;März 1945 bis zum 12.&nbsp;April 1945 fanden <a href="Hinrichtung" title="Hinrichtung">Exekutionen</a> im <a href="Internationales_Rombergparkkomitee" title="Internationales Rombergparkkomitee">Rombergpark</a> und in der <a href="Mahnmal_Bittermark" title="Mahnmal Bittermark">Bittermark</a> statt.</li>
<li>16. März 1945: Das <a href="Arbeitserziehungslager" title="Arbeitserziehungslager">Arbeitserziehungslager</a> auf dem Gelände des <a href="H%C3%B6rder_Bergwerks-_und_H%C3%BCtten-Verein" title="Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein">Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins</a> (oder der <a href="Union%2C_AG_f%C3%BCr_Bergbau%2C_Eisen-_und_Stahl-Industrie" title="Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie">Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie</a>) wurde aufgelöst. Die Gefangenen wurden nach <a href="Bergen-Belsen" class="mw-redirect" title="Bergen-Belsen">Bergen-Belsen</a> gebracht, einige wurden in der Bittermark erschossen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>12. April 1945: Letzte Exekution in <a href="Dortmund" title="Dortmund">Dortmund</a> am Eisenbahngelände beim evangelischen Friedhof Hörde. Bis Kriegsende starben tausende Kriegsgefangene im <a href="Stalag_VI_D" class="mw-redirect" title="Stalag VI D">Stalag VI D</a>, <a href="Westfalenhalle" class="mw-redirect" title="Westfalenhalle">Westfalenhalle</a>. Sie wurden schutzlos den Luftangriffen ausgesetzt. An diese Verbrechen erinnert das <a href="Mahnmal_Bittermark" title="Mahnmal Bittermark">Mahnmal Bittermark</a>.</li></ul>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Internationales_Rombergparkkomitee" title="Internationales Rombergparkkomitee">Internationales Rombergparkkomitee</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Düsseldorf"><span id="D.C3.BCsseldorf"></span>Düsseldorf</h3></div>
<ul><li>Am 15. April 1945 wurde auf dem <a href="Oberbilker_Markt" title="Oberbilker Markt">Oberbilker Markt</a> der 72-jährige Jude Moritz Sommer von einer Heeresstreife aufgehängt.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>16. April 1945: Versuch einiger <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorfer</a> Bürger, darunter der stellvertretende Polizeipräsident <a href="Franz_J%C3%BCrgens" title="Franz Jürgens">Franz Jürgens</a>, die lokalen nationalsozialistischen Autoritäten festzusetzen, um Düsseldorf kampflos den amerikanischen Truppen zu übergeben. Fünf Bürger wurden nach Urteil eines <a href="Standgericht" title="Standgericht">Standgerichts</a> und auf Befehl des <a href="Gauleiter" class="mw-redirect" title="Gauleiter">Gauleiters</a> <a href="Friedrich_Karl_Florian" title="Friedrich Karl Florian">Friedrich Karl Florian</a> erschossen. Das Urteil des Standgerichts wurde 1952 vom <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">Bundesgerichtshof</a> bestätigt und erst 1999 infolge des <i><a href="Gesetz_zur_Aufhebung_nationalsozialistischer_Unrechtsurteile_in_der_Strafrechtspflege" class="mw-redirect" title="Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege">Gesetzes zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile</a></i> aufgehoben.</li></ul>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Aktion_Rheinland" title="Aktion Rheinland">Aktion Rheinland</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Essen">Essen</h3></div>
<ul><li>21. Februar 1945: Die Jüdinnen Klara Adolph und Julie Risse aus <a href="Essen" title="Essen">Essen</a> wurden verhaftet und am 6. April 1945 im Dortmunder <a href="Rombergpark" title="Rombergpark">Rombergpark</a> (<a href="Mahnmal_Bittermark" title="Mahnmal Bittermark">Mahnmal Bittermark</a>) erschossen.</li>
<li><a href="Montagsloch" title="Montagsloch">Montagsloch</a>, 12.&nbsp;März 1945: 35 sowjetische Zwangsarbeiter und möglicherweise noch weitere Personen wurden von der Essener Gestapo ermordet und vergraben.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flensburg">Flensburg</h3></div>
<p>Rund um Flensburg sollen in den letzten Kriegstagen auf Grund von wehrmachtgerichtlichen Urteilen mindestens 150 Soldaten hingerichtet worden sein.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bekanntheit erlangten insbesondere die folgenden Fälle:
</p><p>Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 5. Mai 1945 wurden drei Matrosen, Karl-Heinz Freudenthal, Günther Kaellander und Willi Albrecht, die auf der <i><a href="Z_5_Paul_Jacobi" title="Z 5 Paul Jacobi">Z 5 Paul Jacobi</a></i> dienten und am 3.&nbsp;Mai durch Sabotage das Auslaufen des Schiffes verhindern wollten, auf dem Schießplatz <a href="Twedter_Feld" title="Twedter Feld">Twedter Feld</a> hingerichtet.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 6. Mai 1945, wurde <a href="Asmus_Jepsen" title="Asmus Jepsen">Asmus Jepsen</a> als <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Fahnenflüchtiger</a> ebenfalls auf dem Schießplatz Twedter Feld hingerichtet (vgl. <a href="Sonderbereich_M%C3%BCrwik" title="Sonderbereich Mürwik">Sonderbereich Mürwik</a> sowie <a href="Regierung_D%C3%B6nitz" title="Regierung Dönitz">Regierung Dönitz</a>).<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Marineoffizier <a href="Rudolf_Petersen_(Marineoffizier)" title="Rudolf Petersen (Marineoffizier)">Rudolf Petersen</a> war am 9.&nbsp;Mai 1945 <a href="Milit%C3%A4rgericht#Drittes_Reich" title="Militärgericht">Gerichtsherr</a> über den <a href="Fahnenflucht" title="Fahnenflucht">Fahnenflucht</a>-Prozess eines Militärgerichts gegen vier junge Soldaten, und zwar gegen den 26-jährigen Matrosen <a href="Fritz_Wehrmann_(Matrose)" title="Fritz Wehrmann (Matrose)">Fritz Wehrmann</a><sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a>, den 20-jährigen Funker Alfred Gail aus <a href="Kassel" title="Kassel">Kassel</a>, den 22-jährigen Obergefreiten Martin Schilling aus <a href="Ostfriesland" title="Ostfriesland">Ostfriesland</a> sowie einen vierten Soldaten. Die namentlich genannten drei Soldaten wurden <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">zum Tode verurteilt</a> und am 10.&nbsp;Mai 1945 auf dem Schnellbootbegleitschiff <i><a href="Buea_(Schiff)" title="Buea (Schiff)">Buea</a></i> <a href="Hinrichtung" title="Hinrichtung">erschossen</a>; Milderungsgründe erkannte das Gericht allein bei dem Soldaten Kurt Schwalenberg, der zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.<sup id="cite_ref-Geltinger_Bucht_38-0" class="reference"><a href="#cite_note-Geltinger_Bucht-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die Hinrichtung der drei Soldaten erfolgte zwei Tage nach der <a href="Bedingungslose_Kapitulation_der_Wehrmacht" title="Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht">deutschen Gesamtkapitulation</a>.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies geschah, obwohl Petersen einerseits bereits am 8.&nbsp;Mai die <a href="Seekriegsflagge" title="Seekriegsflagge">Seekriegsflagge</a> auf den ihm unterstellten Schiffen einholen ließ und andererseits als Gerichtsherr beim Prozess von seinem Begnadigungsrecht hätte Gebrauch machen können. Die vier jungen Soldaten hatten im Vertrauen auf die <a href="Teilkapitulation_der_Wehrmacht_f%C3%BCr_Nordwestdeutschland%2C_D%C3%A4nemark_und_die_Niederlande" title="Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande">Teilkapitulation vom 4.&nbsp;Mai 1945</a> versucht, am 6.&nbsp;Mai von ihrer Unterkunft in <a href="Svendborg" title="Svendborg">Svendborg</a> auf der Insel <a href="F%C3%BCnen" title="Fünen">Fünen</a> zum deutschen Festland zu gelangen. Dabei waren sie von einem dänischen Hilfspolizisten aufgegriffen und an den Ortskommandanten der <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">deutschen Truppe</a> überstellt worden. Petersen wurde im Februar 1953 freigesprochen.
</p><p>Der letzte unmittelbar beim Sonderbereich Mürwik hingerichtete Marinesoldat war wohl <a href="Johann_Christian_S%C3%BC%C3%9F" title="Johann Christian Süß">Johann Christian Süß</a>. Das Oberkommando der Kriegsmarine in <a href="Flottenkommando#Die_Kaserne_des_Flottenkommandos" title="Flottenkommando">Meierwik</a> (im Sonderbereich Mürwik) bestätigte aber noch bis zum 15.&nbsp;Mai 1945 Todesurteile im norddeutschen Raum und Norwegen, mit der anschließenden Forderung, sie zu vollstrecken. Erst am besagten Tag gab das Oberkommando bekannt, dass Todesurteile, Körperstrafen sowie jeglicher deutscher Waffeneinsatz, auf Grund einer Verfügung der <a href="Britische_Besatzungszone" title="Britische Besatzungszone">britischen Besatzungsmacht</a>, verboten seien.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Danach glaubten einzelne Wehrmachtsangehörige im <a href="Angeln_(Halbinsel)" title="Angeln (Halbinsel)">Angelner Hinterland</a> aber noch, dass sie mittels Erschießungen die „Marinezucht“ weiterhin aufrechterhalten müssten. Vom 22.&nbsp;Mai ist noch die Erschießung von Hugo Standte durch Marineangehörige bei <a href="Grundhof" title="Grundhof">Grundhof</a> bekannt. Die formelle Auflösung der Marinekriegsgerichte in Schleswig-Holstein erfolgte schließlich am 31. Mai 1945.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frankfurt_am_Main">Frankfurt am Main</h3></div>
<ul><li>24. März 1945: Todesmarsch von etwa 400 Häftlingen des <a href="KZ-Au%C3%9Fenlager_Frankfurt_am_Main" title="KZ-Außenlager Frankfurt am Main">KZ Adlerwerke</a>, eines Außenlagers des <a href="KZ_Natzweiler" class="mw-redirect" title="KZ Natzweiler">KZ Natzweiler</a>, nach <a href="KZ_Buchenwald" title="KZ Buchenwald">Buchenwald</a>. Der Zug ging über <a href="Hanau" title="Hanau">Hanau</a>, <a href="Gelnhausen" title="Gelnhausen">Gelnhausen</a>, <a href="Schl%C3%BCchtern" title="Schlüchtern">Schlüchtern</a>, <a href="Neuhof_(bei_Fulda)" title="Neuhof (bei Fulda)">Neuhof</a>, <a href="Eichenzell" title="Eichenzell">Eichenzell</a>, <a href="Fulda" title="Fulda">Fulda</a> nach <a href="H%C3%BCnfeld" title="Hünfeld">Hünfeld</a>. Mit dem Zug wurden sie von Hünfeld nach Buchenwald transportiert. Am 30.&nbsp;März 1945 trafen dort 280 Häftlinge ein. Nach einem weiteren Marsch nach Dachau kamen dort nicht einmal 40 Häftlinge aus den Adlerwerken lebend an und wurden später befreit.</li>
<li>26. März 1945: 82 Frauen aus dem Gefängnis <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> wurden nach <a href="Hirzenhain" title="Hirzenhain">Hirzenhain</a> transportiert und dort von der SS erschossen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Freistadt">Freistadt</h3></div>
<ul><li>Am 24. April 1945 wurden die so genannten <a href="Neues_freies_%C3%96sterreich#Die_„Freistädter_Sozialistenmorde“" title="Neues freies Österreich">Sozialistenmorde</a> in <a href="Freistadt" title="Freistadt">Freistadt</a> (Oberösterreich) verübt. Vier Freistädter und ein polnischer Landarbeiter wurden am 24.&nbsp;April vom Volkssturm unter Geheimhaltung festgenommen und noch in der Nacht zum 25.&nbsp;April an der Jaunitzbrücke im Süden der Stadt ermordet.</li>
<li>Im Oktober 1944 wurden einige Freistädter der Widerstandsgruppe <a href="Neues_freies_%C3%96sterreich" title="Neues freies Österreich">Neues freies Österreich</a> verhaftet und insgesamt wurden 16 Personen verurteilt, davon 8 zum Tode. Am 1.&nbsp;Mai 1945 wurden sieben Freistädter und ein Linzer in <a href="Engerwitzdorf" title="Engerwitzdorf">Treffling</a> von einem Volkssturm-Kommando erschossen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gardelegen">Gardelegen</h3></div>

<p>April 1945: Massaker in der <a href="Gedenkst%C3%A4tte_Feldscheune_Isenschnibbe_Gardelegen" title="Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen">Isenschnibber Feldscheune</a> bei <a href="Gardelegen" title="Gardelegen">Gardelegen</a> (Sachsen-Anhalt) an 1016 KZ-Häftlingen, davon mindestens 63 Juden. Etwa 24 Stunden vor der Befreiung durch die US Army pferchten SS-Wachmannschaften, Angehörige der Wehrmacht, des <a href="Reichsarbeitsdienst" title="Reichsarbeitsdienst">Reichsarbeitsdienstes</a>, des <a href="Volkssturm" title="Volkssturm">Volkssturms</a> und anderer <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">NS</a>-Organisationen die Häftlinge am Ende eines <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmarsches</a> aus den <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslagern</a> <a href="KZ_Mittelbau-Dora" title="KZ Mittelbau-Dora">Mittelbau-Dora</a> und <a href="KZ_Hannover-St%C3%B6cken_(Akkumulatorenwerke)" title="KZ Hannover-Stöcken (Akkumulatorenwerke)">Hannover-Stöcken</a> in eine steinerne <a href="Scheune" title="Scheune">Scheune</a>. Dann steckten die Tätergruppen das Gebäude in Brand, nachdem die Gefangenen in der Scheune das Feuer anfangs noch austreten konnten. Auf Flüchtende wurde mit Maschinengewehren geschossen. Zusätzlich warfen die Täter Handgranaten in die Scheune.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Göstling_an_der_Ybbs"><span id="G.C3.B6stling_an_der_Ybbs"></span>Göstling an der Ybbs</h3></div>
<p>Beim Massaker von Göstling in der Nacht vom 12. auf den 13. April 1945 wurden in Göstling 76 jüdische <a href="Zwangsarbeit" title="Zwangsarbeit">Zwangsarbeiter</a> (42 Frauen, 23 Männer und 11 Kinder) ermordet. Mitglieder der Waffen-SS und <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">HJ</a> steckten die Lagerbaracke der Opfer mittels <a href="Panzerfaust" title="Panzerfaust">Panzerfäusten</a> und <a href="Handgranate" title="Handgranate">Handgranaten</a> in Brand.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Götting"><span id="G.C3.B6tting"></span>Götting</h3></div>
<p>Am 28. April 1945 ermordeten SS-Leute den Pfarrer <a href="Josef_Grimm" title="Josef Grimm">Josef Grimm</a> und den Lehrer <a href="Georg_Hangl" title="Georg Hangl">Georg Hangl</a> aus <a href="G%C3%B6tting" title="Götting">Götting</a> zur Niederschlagung der <a href="Freiheitsaktion_Bayern" title="Freiheitsaktion Bayern">Freiheitsaktion Bayern</a>.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hagen">Hagen</h3></div>
<p>12. April 1945: Die Gestapo erschoss in der Donnerkuhle bei Hagen acht deutsche und vier sowjetische Gefangene aus Hagener Gefängnissen. Unter den deutschen Häftlingen befanden sich zwei „fahnenflüchtige“ Wehrmachtsangehörige, ferner Bürger aus Altena, Düsseldorf, Wermelskirchen und Wuppertal.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hagen-Rummenohl">Hagen-Rummenohl</h3></div>
<p>Sterbeckerhammer, 5. April 1945: 118 Zwangsarbeiter des <a href="Stammlager_VI_A" title="Stammlager VI A">Stalag VI A</a> in <a href="Hemer" title="Hemer">Hemer</a> aus <a href="Montenegro" title="Montenegro">Montenegro</a>/<a href="Jugoslawien" title="Jugoslawien">Jugoslawien</a> wurden auf Befehl des Gauleiters <a href="Albert_Hoffmann_(Gauleiter)" title="Albert Hoffmann (Gauleiter)">Albert Hoffmann</a> „abgeführt“. Ziel (so die Akten im <a href="L%C3%BCdenscheid" title="Lüdenscheid">Lüdenscheider</a> Stadtarchiv) „unbekannt“. Später gehörten 107 Jugoslawen, die erst kurz zuvor angekommen waren, zu den Mitte April 1945 von den US-Truppen befreiten rund 23.000 Kriegsgefangenen. Wenn es sich um die Häftlinge von Sterbeckerhammer handelte, so ist von mindestens elf auf Befehl Hoffmanns Ermordeten auszugehen. Die von einem Journalisten und damaligen VVN-Funktionär im Stadtarchiv recherchierten Quellen wurden hinsichtlich ihrer Ansprache als Endphasenverbrechen von Fachhistorikern angezweifelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hamburg">Hamburg</h3></div>
<ul><li><a href="Bullenhuser_Damm" class="mw-redirect" title="Bullenhuser Damm">Bullenhuser Damm</a>, <a href="Hamburg-Rothenburgsort" title="Hamburg-Rothenburgsort">Rothenburgsort</a>: Am 20.&nbsp;April 1945 töteten SS-Männer in der Schule Bullenhuser Damm 20 jüdische Kinder, die von NS-Ärzten zu grausamen <a href="Tuberkulose" title="Tuberkulose">Tuberkulose</a>-Versuchen missbraucht worden waren.</li>
<li>21./23. April 1945: Bei einem <a href="Verbrechen_der_Endphase_im_KZ_Neuengamme" title="Verbrechen der Endphase im KZ Neuengamme">Verbrechen der Endphase im KZ Neuengamme</a> wurden 13 Frauen und 58 Männer aus dem <a href="KZ_Fuhlsb%C3%BCttel" title="KZ Fuhlsbüttel">Polizeigefängnis Fuhlsbüttel</a> in das <a href="KZ_Neuengamme" title="KZ Neuengamme">KZ Neuengamme</a> gebracht und von der SS auf Befehl der Gestapo ermordet. Es waren vornehmlich Menschen aus dem Widerstand, die in sogenannter <a href="Schutzhaft" title="Schutzhaft">Schutzhaft</a> saßen und gegen die keine Anklage erhoben worden war. Unter ihnen waren die Angehörigen der <a href="Wei%C3%9Fe_Rose_Hamburg" title="Weiße Rose Hamburg">Weißen Rose</a> <a href="Margarete_Mrosek" title="Margarete Mrosek">Margarete Mrosek</a> und <a href="Kurt_Ledien" title="Kurt Ledien">Kurt Ledien</a>, elf Mitglieder der <a href="B%C3%A4stlein-Jacob-Abshagen-Gruppe" title="Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe">Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe</a>, die Schauspielerin <a href="Hanne_Mertens" title="Hanne Mertens">Hanne Mertens</a>, sechs Mitglieder der Widerstandsgruppe <a href="Kampf_dem_Faschismus" title="Kampf dem Faschismus">Kampf dem Faschismus</a>, darunter <a href="Rudolf_Ladewig" title="Rudolf Ladewig">Rudolf</a>, <a href="Annemarie_Ladewig" title="Annemarie Ladewig">Annemarie</a> und Carl-Rudolf Ladewig, sowie zwei Mitglieder der tschechischen Gruppe <a href="Svornost_(Widerstandsgruppe)" title="Svornost (Widerstandsgruppe)">Svornost</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hannover">Hannover</h3></div>
<p>Am 6. April 1945 befanden sich etwa 850 Häftlinge im <a href="KZ-Au%C3%9Fenlager_Hannover-Ahlem" title="KZ-Außenlager Hannover-Ahlem">KZ-Außenlager Hannover-Ahlem</a>. Die SS trieb 600 Häftlinge in einem <a href="Todesmarsch" title="Todesmarsch">Todesmarsch</a> in das KZ <a href="Bergen-Belsen" class="mw-redirect" title="Bergen-Belsen">Bergen-Belsen</a>. Rund 250 nicht marschfähige Häftlinge blieben zurück. Auf dem Marsch wurden mehrere Häftlinge erschossen. Am 8.&nbsp;April erreichten die überlebenden Häftlinge Bergen-Belsen.
</p><p>Ebenfalls am 6. April 1945 trafen in <a href="Fuhrberg" title="Fuhrberg">Fuhrberg</a> drei „<a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmärsche</a>“ aus KZ-Außenstellen Hannovers ein. Die entkräfteten Gefangenen verbrachten die Nacht in Fuhrberg in mehreren Scheunen und wurden am nächsten Tag zum Konzentrationslager <a href="Bergen-Belsen" class="mw-redirect" title="Bergen-Belsen">Bergen-Belsen</a> weitergetrieben.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Angehörige der Gestapo-Dienststelle in der früheren <a href="Israelitische_Gartenbauschule_Ahlem" title="Israelitische Gartenbauschule Ahlem">Israelitischen Gartenbauschule Ahlem</a> trieben vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf den <a href="Stadtfriedhof_Seelhorst" title="Stadtfriedhof Seelhorst">Seelhorster Friedhof</a> in <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a> und töteten 154 Menschen. Am 10.&nbsp;April 1945 erreichten amerikanische Truppen Ahlem und befreiten die verbliebenen Häftlinge. Am 2.&nbsp;Mai 1945 wurden „belastete Nazis“ von der US-Armee gezwungen, das <a href="Massengrab" title="Massengrab">Massengrab</a> in Seelhorst auszuheben: 526 Leichen wurden entdeckt. 386 wurden in einem Trauerzug zum <a href="Maschsee" title="Maschsee">Maschsee</a> gefahren und am Nordufer bestattet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Heiligenbrunn">Heiligenbrunn</h3></div>
<p>Beim Bau des Südostwalls wurden nicht arbeitsfähige ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter aus dem Lager im <a href="Meierhof_Heiligenbrunn" title="Meierhof Heiligenbrunn">Meierhof Heiligenbrunn</a> ermordet. Ende März kam es zu einem Massaker an 32 Personen, als der Meierhof beim Rückzug vor der nahenden Roten Armee in Brand gesteckt wurde. Die Zwangsarbeiter waren zuvor mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und in ein Wirtschaftsgebäude gesperrt worden.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
In den Wochen zuvor waren bei mehreren Erschießungen bereits 38 bis 46 Personen ermordet worden.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1948 wurden einige der Täter vom <a href="Volksgericht_(%C3%96sterreich)" title="Volksgericht (Österreich)">Volksgerichtshof</a> <a href="Graz" title="Graz">Graz</a> zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hemer">Hemer</h3></div>
<p>10./11. April 1945: Acht Gefangene wurden in <a href="Hemer" title="Hemer">Hemer</a> von der Dortmunder Gestapo, die sich nach Hemer abgesetzt hatte, erschossen.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herne">Herne</h3></div>
<p>Ende März 1945: Verbringung von Gefangenen nach Dortmund. Dort erfolgte vermutlich ihre Exekution im <a href="Internationales_Rombergparkkomitee" title="Internationales Rombergparkkomitee">Rombergpark</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herten">Herten</h3></div>
<p>29. März 1945: Acht sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene wurden im <a href="Herten" title="Herten">Hertener</a> Wald von der SS erschossen und in einem Bombentrichter verscharrt. Gauleiter <a href="Albert_Hoffmann_(Gauleiter)" title="Albert Hoffmann (Gauleiter)">Albert Hoffmann</a> soll dafür verantwortlich sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hessentaler_Todesmarsch">Hessentaler Todesmarsch</h3></div>
<p>5. April 1945: Evakuierungsmarsch (<a href="Hessentaler_Todesmarsch" title="Hessentaler Todesmarsch">Hessentaler Todesmarsch</a>) von Häftlingen der <a href="KZ_Hessental" title="KZ Hessental">Konzentrationslager Hessental</a> und <a href="KZ_Kochendorf" title="KZ Kochendorf">Kochendorf</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hildesheim">Hildesheim</h3></div>
<p>Am 26. und 27. März 1945 wurden ca. 30 bis 50 ausländische Zwangsarbeiter auf dem <a href="Hildesheim" title="Hildesheim">Hildesheimer</a> Marktplatz erhängt, darunter zum größten Teil italienische Zwangsarbeiter. Weiterhin wurden zwischen dem 4. und 6.&nbsp;April 1945, kurz vor der Befreiung der Stadt durch die US-Armee am 7.&nbsp;April 1945, alle Gefangenen des Polizei-Ersatzgefängnisses auf dem Nordfriedhof durch die Hildesheimer Gestapo hingerichtet. Insgesamt wurden in Hildesheim in den letzten Kriegstagen 209 Menschen ermordet.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hirzenhain">Hirzenhain</h3></div>
<p>23. März 1945: 49 Frauen wurden aus dem Arbeitserziehungslager Frankfurt-Heddernheim zur Außenstelle nach <a href="Hirzenhain" title="Hirzenhain">Hirzenhain</a> transportiert. Während des Transports flohen fünf Frauen. Die verbliebenen 44 wurden mit 37&nbsp;weiteren Frauen und sechs Häftlingen aus dem Lager am 26.&nbsp;März 1945 durch die SS erschossen.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hofamt_Priel">Hofamt Priel</h3></div>
<p>Im Ort <a href="Hofamt_Priel" title="Hofamt Priel">Hofamt Priel</a> nahe Persenbeug im damaligen <a href="Reichsgau_Niederdonau" title="Reichsgau Niederdonau">Reichsgau Niederdonau</a>, heute <a href="Nationalsozialismus_in_Nieder%C3%B6sterreich" title="Nationalsozialismus in Niederösterreich">Niederösterreich</a> wurden in der Nacht vom 2.&nbsp;auf 3.&nbsp;Mai 228 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter mitsamt ihren Familien von einem unbekannten Kommando der SS ermordet. Die Täter wurden nie zur Verantwortung gezogen.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Nach einem Streit um das Grundstück zwischen den Eigentümern des Ackers (unter dem die Leichen in einem Massengrab lagen) und den Behörden wurden die Gebeine der Opfer 1964 exhumiert und am jüdischen Friedhof in St. Pölten begraben.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ingelheim">Ingelheim</h3></div>
<p>18. März 1945: Der örtliche Kommandant des Volkssturmes („Kampfkommandant“), der Hauptmann und Weingutsbesitzer <a href="Hermann_Berndes" title="Hermann Berndes">Hermann Berndes</a>, wird auf Befehl des Kommandanten des Brückenkopfes Mainz wegen Verrats hingerichtet. Er hatte am 17.&nbsp;März vor Ankunft der Amerikaner die Einwohnerschaft zu Besonnenheit und zur Abgabe von Waffen aufgerufen.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Iserlohn">Iserlohn</h3></div>
<p>Mitte Februar 1945: Verhaftungen französischer <a href="Zwangsarbeiter" class="mw-redirect" title="Zwangsarbeiter">Zwangsarbeiter</a> in <a href="Iserlohn" title="Iserlohn">Iserlohn</a>, Exekution im <a href="Internationales_Rombergparkkomitee" title="Internationales Rombergparkkomitee">Rombergpark</a>/<a href="Mahnmal_Bittermark" title="Mahnmal Bittermark">Bittermark</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jasenovac">Jasenovac</h3></div>
<p>22. April 1945: Während eines Ausbruchsversuchs aus dem <a href="KZ_Jasenovac" title="KZ Jasenovac">KZ Jasenovac</a> südöstlich von <a href="Zagreb" title="Zagreb">Zagreb</a> wurden 520 Menschen getötet. Die übrigen der ca. 1050 Gefangengehaltenen wurden ermordet, kurz bevor <a href="Jugoslawische_Partisanen" class="mw-redirect" title="Jugoslawische Partisanen">Partisanen</a> das Lager am 5.&nbsp;Mai befreien und auflösen konnten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jennersdorf">Jennersdorf</h3></div>
<p>In <a href="Jennersdorf" title="Jennersdorf">Jennersdorf</a> im Burgenland kam es im Frühjahr 1945 im Zuge des Baus des <a href="S%C3%BCdostwall" title="Südostwall">Südostwalls</a> zu mehreren Massakern an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern. Begangen wurden diese Verbrechen von Angehörigen der <a href="23._Waffen-Gebirgs-Division_der_SS_%E2%80%9EKama%E2%80%9C_(kroatische_Nr._2)" title="23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“ (kroatische Nr. 2)">23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“ (kroatische Nr. 2)</a> und der <a href="5._SS-Panzer-Division_%E2%80%9EWiking%E2%80%9C" title="5. SS-Panzer-Division „Wiking“">5. SS-Panzer-Division „Wiking“</a>.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kassel">Kassel</h3></div>
<p>29. März 1945: Es wurden 28 Gefangene des Arbeitserziehungslagers Breitenau durch Gestapomitarbeiter und SS-Angehörige beim Fuldaberg getötet.
</p><p>30. März 1945 (Karfreitag): Es wurden zwölf Gefangene des <a href="Justizvollzugsanstalt_Kassel_I" title="Justizvollzugsanstalt Kassel I">Zuchthauses Kassel-Wehlheiden</a>, unter ihnen ein Wehrmachtsdeserteur, von der Gestapo liquidiert.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>31. März 1945: Gestapo und Polizei ermordeten 78 italienische Zwangsarbeiter sowie einen russischen Zwangsarbeiter, die sich am Bahnhof Wilhelmshöhe mit Lebensmitteln aus einem bombardierten Güterzug versorgt hatten. Alle drei Taten wurden von <a href="Franz_Marmon" title="Franz Marmon">Franz Marmon</a> angeordnet.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Köln"><span id="K.C3.B6ln"></span>Köln</h3></div>
<p>30. Januar 1945: An diesem Tag berichtet die Gestapo aus Köln, sie habe 500 Personen, darunter 220 Deutsche, verhaftet. Von Januar bis März 1945 wurden in Köln 1800 in- und ausländische Widerstandskämpfer ermordet.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Koselitz">Koselitz</h3></div>
<p>17. April 1945: Ungefähr 180 Zwangsarbeiter aus dem <a href="KZ_Flossenb%C3%BCrg" title="KZ Flossenbürg">KZ Flossenbürg</a>, welche im Außenlager <a href="Gr%C3%B6ditz" title="Gröditz">Gröditz</a> eingesetzt waren, wurden nahe der sächsischen Gemeinde <a href="Koselitz" title="Koselitz">Koselitz</a> zusammengeschossen und verscharrt.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Krems_an_der_Donau">Krems an der Donau</h3></div>
<p>6. April 1945, <a href="Massaker_im_Zuchthaus_Stein" title="Massaker im Zuchthaus Stein">Massaker in der Strafanstalt Stein</a>: Der Leiter der Strafanstalt <a href="Stein_an_der_Donau" title="Stein an der Donau">Stein an der Donau</a>, Franz Kodré, Onkel des Ritterkreuzträgers <a href="Heinrich_Kodr%C3%A9" title="Heinrich Kodré">Heinrich Kodré</a>, verfügt die Freilassung der Gefangenen. Waffen-SS, Wehrmacht, Polizei und Volkssturm erschossen unter dem Vorwand, eine Revolte niederzuschlagen, in der Anstalt selbst 229 Menschen.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Rund um Krems beginnt eine regelrechte Jagd auf entkommene Häftlinge, die als <b>Kremser Hasenjagd</b> bezeichnet wird.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allein in <a href="Hadersdorf_am_Kamp" title="Hadersdorf am Kamp">Hadersdorf</a> wurden am 7.&nbsp;April 61 Häftlinge von der Waffen-SS ermordet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Krottendorf_(Gemeinde_Neuhaus_am_Klausenbach)"><span id="Krottendorf_.28Gemeinde_Neuhaus_am_Klausenbach.29"></span>Krottendorf (Gemeinde Neuhaus am Klausenbach)</h3></div>
<p>Am 23. März 1945 wurden im burgenländischen <a href="Krottendorf_bei_Neuhaus" class="mw-redirect" title="Krottendorf bei Neuhaus">Krottendorf bei Neuhaus</a> (Gemeinde <a href="Neuhaus_am_Klausenbach" title="Neuhaus am Klausenbach">Neuhaus am Klausenbach</a>) 83 kranke ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter, die beim Bau des Südostwalls eingesetzt waren, von Angehörigen einer unbekannten Einheit der Waffen-SS erschossen.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Langenfeld_(Rheinland)"><span id="Langenfeld_.28Rheinland.29"></span>Langenfeld (Rheinland)</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_in_der_Wenzelnbergschlucht" title="Massaker in der Wenzelnbergschlucht">Massaker in der Wenzelnbergschlucht</a></i></div>
<p>Am 13. April 1945 wurden in einer Schlucht des <a href="Wenzelnberg" title="Wenzelnberg">Wenzelnbergs</a> bei <a href="Langenfeld_(Rheinland)" title="Langenfeld (Rheinland)">Langenfeld (Rheinland)</a> 68 namentlich bekannte sowie drei unbekannte Männer von Nationalsozialisten ohne Prozess hingerichtet. Dabei handelte es sich um ausländische Arbeiter und ehemalige deutsche Kommunisten, die „sich veranlasst sehen könnten, sich umstürzlerisch zu betätigen“.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Leipzig">Leipzig</h3></div>
<ul><li>12. April 1945: 53 deutsche und ausländische Häftlinge aus zwei <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipziger</a> Gefängnissen wurden auf dem Exerzierplatz in Leipzig-Lindenthal ermordet.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>13. April 1945: 32 deutsche, französische, österreichische und tschechoslowakische Polizeihäftlinge wurden in einer Leipziger Wehrmachtskaserne ermordet.</li>
<li>18. April 1945: Mindestens 80 Häftlinge des <a href="KZ-Au%C3%9Fenlager_Leipzig-Thekla" title="KZ-Außenlager Leipzig-Thekla">KZ-Außenlagers Leipzig-Thekla</a> wurden beim <a href="Massaker_von_Abtnaundorf" title="Massaker von Abtnaundorf">Massaker von Abtnaundorf</a> erschossen oder bei lebendigem Leib verbrannt.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lippstadt">Lippstadt</h3></div>
<ul><li>17. Dezember 1944: Verhaftungen in <a href="Lippstadt" title="Lippstadt">Lippstadt</a>; drei Tage später Verbringung der Gefangenen nach Herne, von dort Ende März 1945 nach Dortmund zur Exekution im Rombergpark/Bittermark.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lüdenscheid"><span id="L.C3.BCdenscheid"></span>Lüdenscheid</h3></div>
<ul><li>4. Februar 1945: Exekution von mindestens 14 sowjetischen Gestapo-Häftlingen im <a href="Arbeitserziehungslager_Hunswinkel" title="Arbeitserziehungslager Hunswinkel">Arbeitserziehungslager Hunswinkel</a> bei <a href="L%C3%BCdenscheid" title="Lüdenscheid">Lüdenscheid</a>. Die Lüdenscheider Bürger Paul Anton Weber und Alex Usseler wurden nach Dortmund gebracht und dort im März/April 1945 ermordet.</li>
<li>9. April 1945: Exekution der drei deutschen Soldaten Alex Kamp, Fritz Gass, Heini Wiegmann, denen Fahnenflucht vorgeworfen wurde, in Lüdenscheid. Ihre Leichen wurden zur „Abschreckung“ öffentlich zur Schau gestellt. Noch eine halbe Stunde vor Einmarsch der US-Truppen tötete ein Zahlmeister der Wehrmacht den als Gegner des NS-Regimes bekannten Friseur Hermann Massalsky, weil er Soldaten zur Desertion aufgefordert hatte.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lüneburg"><span id="L.C3.BCneburg"></span>Lüneburg</h3></div>

<p>In den Tagen vom 7. bis 11. April 1945 kamen 256 KZ-Häftlinge in <a href="L%C3%BCneburg" title="Lüneburg">Lüneburg</a> ums Leben. Sie kamen aus einem <a href="KZ_Wilhelmshaven" title="KZ Wilhelmshaven">KZ-Außenlager</a> in <a href="Wilhelmshaven" title="Wilhelmshaven">Wilhelmshaven</a> und waren auf dem Weg nach <a href="Hamburg-Neuengamme" title="Hamburg-Neuengamme">Neuengamme</a>. Die Häftlinge waren größtenteils Widerstandskämpfer der französischen <a href="R%C3%A9sistance" title="Résistance">Résistance</a>.
</p><p>Ein Teil der Häftlinge starb am 7.&nbsp;April 1945 bei einem Bombenangriff auf den Lüneburger Bahnhof zusammengepfercht in <a href="Viehwaggon" title="Viehwaggon">Viehwaggons</a> oder wurde in den Tagen danach durch Marinesoldaten und einen SS-Mann erschossen. Allein am 11.&nbsp;April 1945 fielen 60 bis 80 Männer einer Hinrichtung zum Opfer. Geflohene Häftlinge wurden von Polizei und einigen Lüneburger Bürgern gejagt und wieder gefasst und so einige Tage vor Kriegsende noch ermordet. Die Toten wurden später in einem Waldstück bestattet, wo das <a href="Mahnmal_im_Tiergarten" title="Mahnmal im Tiergarten">Mahnmal im Tiergarten</a> die Toten ehrt und die Geschichte dieses Verbrechens wachhält.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Meinerzhagen">Meinerzhagen</h3></div>
<p>29. März 1945 (Gründonnerstag): Verhaftungen in <a href="Meinerzhagen" title="Meinerzhagen">Meinerzhagen</a>; die Opfer (acht Mitglieder der <a href="Meinerzhagener_antifaschistische_Widerstandsgruppe" title="Meinerzhagener antifaschistische Widerstandsgruppe">Meinerzhagener antifaschistischen Widerstandsgruppe</a>, Arbeiter bei der Fa. Otto Fuchs des Wehrwirtschaftsführers <a href="Hans_Joachim_Fuchs" title="Hans Joachim Fuchs">Hans Joachim Fuchs</a>) wurden später in Dortmund ermordet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Meran">Meran</h3></div>
<p>30. April 1945: Einheiten von Wehrmacht und SS töteten acht Zivilisten und verwundeten zahlreiche Personen, die das nahende Kriegsende mit einem Umzug begrüßen wollten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mühlviertler_Hasenjagd"><span id="M.C3.BChlviertler_Hasenjagd"></span>Mühlviertler Hasenjagd</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="M%C3%BChlviertler_Hasenjagd" title="Mühlviertler Hasenjagd">Mühlviertler Hasenjagd</a></i></div>
<p>1./2. Februar 1945: Ungefähr 500 Häftlinge unternahmen einen Fluchtversuch aus dem Todesblock 20 des KZs Mauthausen. Nur 150 von ihnen gelang vorerst die Flucht. Alle, die nicht in die Wälder entkommen konnten, und 75 im Block zurückgebliebene Kranke wurden in derselben Nacht noch exekutiert. Der Großteil der Flüchtigen wurde aufgegriffen und meist an Ort und Stelle erschossen oder erschlagen. Nur elf Geflohene überlebten.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="München"><span id="M.C3.BCnchen"></span>München</h3></div>
<p>29. April 1945: Im Zusammenhang mit der Niederschlagung der <a href="Freiheitsaktion_Bayern" title="Freiheitsaktion Bayern">Freiheitsaktion Bayern</a> wurden etwa 150 Todesurteile durch Gauleiter <a href="Paul_Giesler" title="Paul Giesler">Paul Giesler</a> verhängt und teilweise im <a href="Perlacher_Forst" title="Perlacher Forst">Perlacher Forst</a> vollstreckt. In einem Nachkriegsprozess wurde festgestellt, <i>„dass das sogenannte Standgericht Hübner-Giesler kein ordnungsgemässes Gericht war und seine Urteile als Nichturteile reine Willkürakte und in Wirklichkeit Ermordungsbefehle darstellen.“</i><sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nammering">Nammering</h3></div>

<p>Am 7. April 1945 wurde im KZ Buchenwald ein <a href="Todeszug_aus_Buchenwald" title="Todeszug aus Buchenwald">Gefangenentransport</a> unter dem Befehl von <a href="SS-Obersturmf%C3%BChrer" title="SS-Obersturmführer">SS-Obersturmführer</a> <a href="Hans_Merbach" title="Hans Merbach">Hans Merbach</a> mit 5009&nbsp;Häftlingen in Bewegung gesetzt. Aufgrund fortgeschrittener Kriegshandlungen musste der Zug umgeleitet werden. Beim Ort <a href="Nammering" title="Nammering">Nammering</a> (Gemeinde <a href="F%C3%BCrstenstein" title="Fürstenstein">Fürstenstein</a>, Landkreis Passau) war eine gepanzerte Lokomotive die Böschung hinuntergestürzt, das Gleis war beschädigt und so konnte der Transport mehrere Tage lang nicht weiterfahren. Hunger und Grausamkeit bestimmten die fünf Tage zwischen dem 18. und dem 23.&nbsp;April 1945. 794 Häftlinge starben in diesen Tagen. Sie verhungerten, wurden erschlagen oder erschossen. Ohne die Hilfe des zuständigen Pfarrers <a href="Johann_Bergmann_(Priester)" title="Johann Bergmann (Priester)">Johann Bergmann</a>, der Lebensmittelspenden trotz Bedrohungen organisierte, wären es noch mehr gewesen. Merbach ordnete ein Massengrab in einer nahen Schlucht (dem Renholdinger Steinbruch) an. In der Nacht vom 27. auf den 28.&nbsp;April traf der Eisenbahntransport im <a href="Konzentrationslager_Dachau" class="mw-redirect" title="Konzentrationslager Dachau">Konzentrationslager Dachau</a> ein.<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Bahnstrecke bei Nammering, auf der sich diese Ereignisse zutrugen, ist heute ein Radweg. Das <a href="Mahnmal_KZ-Transport_1945" title="Mahnmal KZ-Transport 1945">Mahnmal KZ-Transport 1945</a> erinnert hier an das Geschehen.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neuss">Neuss</h3></div>
<p>Anfang Mai 1945: Der <a href="Neuss" title="Neuss">Neusser</a> Bürger Heinrich Glasmacher, Maat auf dem Minensucher <i><a href="M_612" title="M 612">M 612</a></i>, wurde mit zehn weiteren jungen Matrosen in <a href="S%C3%B8nderborg" title="Sønderborg">Sønderborg</a>/<a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a> auf Anweisung der Marineleitung erschossen. Unter Führung von Glasmacher hatten die Matrosen das Auslaufen des Schiffes verhindert, um den Kampf nicht weiter fortzusetzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nierstein_(Kornsandverbrechen)"><span id="Nierstein_.28Kornsandverbrechen.29"></span>Nierstein (Kornsandverbrechen)</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Kornsandverbrechen" title="Kornsandverbrechen">Kornsandverbrechen</a></i></div>
<p>21. März 1945: Auf dem <a href="Nierstein" title="Nierstein">Nierstein</a> gegenüberliegenden <a href="Rhein" title="Rhein">Rhein</a>ufer, dem <a href="Kornsand" title="Kornsand">Kornsand</a>, wurden Georg Eberhardt, Cerry Eller, Johann Eller, Nikolaus Lerch, Jakob Schuch (alle Nierstein) und Rudolf Gruber (<a href="Oppenheim" title="Oppenheim">Oppenheim</a>) von Wehrmachts- und <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a>-Personal ermordet, das aus Nierstein vor den anrückenden amerikanischen Truppen auf die andere Rheinseite geflüchtet war. Vor der Hinrichtung wurden mehrere Opfer grausam misshandelt. Die Opfer wurden erschossen, als die amerikanischen Panzer die Weinberge von Nierstein und Oppenheim zum Rhein hinunterrollten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ohrdruf">Ohrdruf</h3></div>

<p>30. Januar 1945: Eintausend Zwangsarbeiter wurden nach <a href="KZ_Bergen-Belsen" title="KZ Bergen-Belsen">Bergen-Belsen</a> transportiert, unzählige starben bei der Räumung des <a href="Zwangsarbeitslager_Ohrdruf" title="Zwangsarbeitslager Ohrdruf">Außenkommandos Ohrdruf S III</a> vom <a href="KZ_Buchenwald" title="KZ Buchenwald">KZ Buchenwald</a>. Die Zwangsarbeiter hatten seit November 1944 ein unterirdisches <a href="F%C3%BChrerhauptquartier" title="Führerhauptquartier">Hauptquartier</a> für <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> gebaut. Die Spuren der Gräueltaten versuchte man durch gezielte Brände zu beseitigen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Oschatz">Oschatz</h3></div>
<p>In der Nacht zum 1. Mai 1945 wurden im Dorf Ganzig nahe <a href="Oschatz" title="Oschatz">Oschatz</a> zehn polnische und ukrainische Zwangsarbeiter von einer Wehrmachtseinheit erschossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Osterholz-Scharmbeck">Osterholz-Scharmbeck</h3></div>
<p>Am 28. April 1945 wurde der 17-jährige fahnenflüchtige Soldat <a href="Kurt_Albrecht_(Soldat)" title="Kurt Albrecht (Soldat)">Kurt Albrecht</a> in <a href="Osterholz-Scharmbeck" title="Osterholz-Scharmbeck">Osterholz-Scharmbeck</a> standrechtlich erschossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Palmnicken_in_Ostpreußen"><span id="Palmnicken_in_Ostpreu.C3.9Fen"></span>Palmnicken in Ostpreußen</h3></div>
<p>31. Januar 1945: Ermordung mehrerer Tausend weiblicher KZ-Gefangener an der Bernsteinküste in <a href="Jantarny#Massaker_von_Palmnicken_1945" title="Jantarny">Palmnicken</a> durch ihre Wärter. Nachdem der erste Plan, die Frauen lebendig in einen Stollen einzugraben, an örtlichem Widerstand gescheitert war, jagte die SS die Gefangenen Ende Januar 1945 auf das brüchige Ostsee-Eis und erschoss sie dort. Es gab sehr wenige (ca. 15) Überlebende und keine Sühne für die Täter. Das Verbrechen wurde nach 1994 öffentlich bekannt, Zeitzeugen hatten bis dahin geschwiegen.<sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Penzberg">Penzberg</h3></div>

<p>28./29. April 1945: Angesichts der bevorstehenden Verwüstung der oberbayerischen Bergwerksstadt <a href="Penzberg" title="Penzberg">Penzberg</a> übernahmen Kommunisten und Sozialdemokraten im Zusammenhang mit der <a href="Freiheitsaktion_Bayern" title="Freiheitsaktion Bayern">Freiheitsaktion Bayern</a> (FAB) weitgehend gewaltlos die Verwaltung, um die Stadt kampflos zu übergeben. Wehrmacht, SS und <a href="Werwolf_(NS-Organisation)" title="Werwolf (NS-Organisation)">„Werwölfe“</a> unter dem Kommando <a href="Hans_Z%C3%B6berlein#Mordnacht_in_Penzberg_1945_und_juristische_Aufarbeitung" title="Hans Zöberlein">Hans Zöberleins</a> gingen gegen die Anhänger der FAB vor und ermordeten 16 Bürger.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Verbrechen wurde als <i><a href="Penzberger_Mordnacht" title="Penzberger Mordnacht">Penzberger Mordnacht</a></i> bekannt.<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Plettenberg">Plettenberg</h3></div>
<p>Anfang März 1945: Zwei Arbeiter aus <a href="Plettenberg" title="Plettenberg">Plettenberg</a> wurden verhaftet, nach Dortmund gebracht und dort exekutiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Randegg">Randegg</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_im_Schliefaugraben" title="Massaker im Schliefaugraben">Massaker im Schliefaugraben</a></i></div>
<p>Beim Ort <a href="Randegg" title="Randegg">Randegg</a> im damaligen <a href="Reichsgau_Niederdonau" title="Reichsgau Niederdonau">Reichsgau Niederdonau</a>, heute <a href="Nationalsozialismus_in_Nieder%C3%B6sterreich" title="Nationalsozialismus in Niederösterreich">Niederösterreich</a> kam es am 15. April 1945 zur Ermordung von rund 100 jüdischen Zwangsarbeitern durch Mitglieder der SS und der <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">Hitlerjugend</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ratingen">Ratingen</h3></div>
<p>6. April 1945: Elf Personen wurden im <a href="Kalkum" title="Kalkum">Kalkumer</a> Wald bei <a href="Ratingen" title="Ratingen">Ratingen</a> von Düsseldorfer Gestapobeamten erschossen. Die Opfer, zehn Männer und eine Frau, stammten&nbsp;– soweit bekannt&nbsp;– aus der Sowjetunion und den Niederlanden. Sechs Opfer sind namentlich bekannt. Bei ihnen handelte es sich um Zwangsarbeiter. Kriminalkommissar Victor Harnischfeger war der Exekutionsleiter. Harnischfeger wurde 1947 vom britischen Militärgerichtshof Hamburg zunächst freigesprochen, 1948 wegen anderer Morde zum Tode verurteilt, auf lebenslänglich begnadigt und 1952 amnestiert; später wurde er leitender Kriminalkommissar in einer deutschen Großstadt.<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rechnitz">Rechnitz</h3></div>
<p>24./25. März 1945: Beim <a href="Massaker_von_Rechnitz" title="Massaker von Rechnitz">Massaker von Rechnitz</a> im österreichischen <a href="Burgenland" title="Burgenland">Burgenland</a> wurden ungefähr 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter von Teilnehmern eines von <a href="Margit_von_Batthy%C3%A1ny" title="Margit von Batthyány">Margit von Batthyány</a>, Tochter <a href="Heinrich_Thyssen" title="Heinrich Thyssen">Heinrich Thyssens</a>, und ihrem Mann Graf Ivan von Batthyány abgehaltenen Schlossfestes erschossen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Regensburg">Regensburg</h3></div>
<p>Am 21. April 1945 starb <a href="Johann_Igl" title="Johann Igl">Johann Igl</a> im Gefängnis „Augustenburg“ durch den Strang.<sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 22. April 1945 forderte Gauleiter (Gau Bayreuth) und Reichsverteidigungskommissar <a href="Ludwig_Ruckdeschel_(Politiker)" title="Ludwig Ruckdeschel (Politiker)">Ludwig Ruckdeschel</a> in einer fanatischen Rede bzw. Rundfunkansprache im <a href="Velodrom_(Regensburg)" title="Velodrom (Regensburg)">Regensburger Velodrom</a> die Verteidigung der Stadt bis zum letzten Stein. <a href="Regensburg" title="Regensburg">Regensburg</a> war 1944 zur <a href="Fester_Platz_(Wehrmacht)" title="Fester Platz (Wehrmacht)">„Festung“</a> erklärt worden. Als amerikanische Truppen anrückten, wollte Domprediger <a href="Johann_Maier_(Domprediger)" title="Johann Maier (Domprediger)">Johann Maier</a> der Stadt und den Bewohnern einen aussichtslosen Kampf mit vielen Toten ersparen. Daher erbat er am 23.&nbsp;April 1945 auf einer Kundgebung die kampflose Übergabe Regensburgs an die Amerikaner. Maier wurde sofort verhaftet und noch am gleichen Abend in einem Scheinverfahren, als Standgericht bezeichnet, wegen angeblicher <a href="Wehrkraftzersetzung" title="Wehrkraftzersetzung">Wehrkraftzersetzung</a> zum Tode durch den Strang verurteilt.
Am folgenden Tag wurde er zusammen mit dem Regensburger Bürger <a href="Josef_Zirkl" title="Josef Zirkl">Josef Zirkl</a> auf dem Moltkeplatz (heute <a href="Dachauplatz" title="Dachauplatz">Dachauplatz</a>) öffentlich <a href="Erh%C3%A4ngen" title="Erhängen">gehängt</a>; um den Hals trug er ein Pappschild mit der Aufschrift „Ich bin ein <a href="Sabotage" title="Sabotage">Saboteur</a>“.<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bereits am 23.&nbsp;April 1945 wurde der pensionierte Gendarmeriebeamte <a href="Michael_Lottner" title="Michael Lottner">Michael Lottner</a> getötet.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An der Hinrichtungsstelle am Dachauplatz wurde ein Mahnmal errichtet und Maiers Gebeine 2005 in den <a href="Regensburger_Dom" title="Regensburger Dom">Regensburger Dom</a> überführt. In der Nacht des 26.&nbsp;April verließen der Kampfkommandant der Wehrmachteinheiten und der NSDAP-Kreisleiter <a href="Wolfgang_Weigert" title="Wolfgang Weigert">Wolfgang Weigert</a> Regensburg in Richtung Süden. Am 27.&nbsp;April leitete Major <a href="Othmar_Matzke" title="Othmar Matzke">Othmar Matzke</a> in Absprache mit Oberbürgermeister <a href="Otto_Schottenheim" title="Otto Schottenheim">Otto Schottenheim</a> die kampflose Übergabe der Stadt Regensburg an die <a href="3._US-Armee" class="mw-redirect" title="3. US-Armee">3. US-Armee</a> in die Wege.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reichersberg">Reichersberg</h3></div>
<p>Am 2. Mai 1945 erschossen zwei Volkssturmmänner in <a href="Reichersberg" title="Reichersberg">Reichersberg</a> den <a href="Augustiner-Chorherren" title="Augustiner-Chorherren">Augustiner-Chorherren</a> Rupert Haginger (* 1898) aus <a href="Mehrnbach" title="Mehrnbach">Mehrnbach</a> und die Stiftswirtschafterin Theresia Lauß (* 1893) aus <a href="Nebelberg" title="Nebelberg">Vordernebelberg</a>.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am Haus der Schwestern Lauß (Reichersberg Nr. 100, unweit des <a href="Stift_Reichersberg" title="Stift Reichersberg">Stiftes</a>) wehte eine <a href="Wei%C3%9Fe_Fahne" class="mw-redirect" title="Weiße Fahne">weiße Fahne</a>. Die Volkssturmmänner beriefen sich bei der Tat auf die Devise von <a href="August_Eigruber" title="August Eigruber">Gauleiter Eigruber</a>: „Wer feige kapituliert, wird standrechtlich erschossen.“<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rinteln">Rinteln</h3></div>
<p>5. April 1945: <a href="Friedrich-Wilhelm_Ande" title="Friedrich-Wilhelm Ande">Friedrich-Wilhelm Ande</a>, der sich während der Kämpfe um Rinteln beim deutschen Kampfkommandanten der Stadt für die Freilassung zweier festgesetzter amerikanischer <a href="Parlament%C3%A4r" title="Parlamentär">Parlamentäre</a> einsetzte, die von der <i>5th Armoured Division</i> der US Army zu Übergabeverhandlungen nach Rinteln gesandt worden waren, wurde von anwesenden höheren NS-<a href="Funktion%C3%A4r" title="Funktionär">Parteifunktionären</a> und SS-Offizieren wegen „Feigheit vor dem Feind“ verhaftet und später erschossen in <a href="Garbsen" title="Garbsen">Garbsen</a> in der Nähe von <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a> aufgefunden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Römhild"><span id="R.C3.B6mhild"></span>Römhild</h3></div>
<p>Beim <a href="Arbeitserziehungslager" title="Arbeitserziehungslager">Arbeitserziehungslager</a> <a href="R%C3%B6mhild" title="Römhild">Römhild</a><sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>Anm. 1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurden kurz vor Kriegsende 25 bis 92<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> marschunfähige Häftlinge in einer Sandhöhle am Osthang des <a href="Gro%C3%9Fer_Gleichberg" title="Großer Gleichberg">Großen Gleichbergs</a> erschossen. Anschließend wurde der Höhleneingang gesprengt.<sup id="cite_ref-96" class="reference"><a href="#cite_note-96"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ende Januar 1947 wurde das Massengrab gefunden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sandbostel">Sandbostel</h3></div>
<p>In den letzten Kriegswochen bis April 1945: 3000 Insassen des KZ Neuengamme wurden in das <a href="Stammlager_X_B#KZ-Häftlinge_aus_Neuengamme" title="Stammlager X B">Strafgefangenen- und KZ-Auffanglager</a> <a href="Sandbostel" title="Sandbostel">Sandbostel</a>, nordöstlich von <a href="Bremen" title="Bremen">Bremen</a>, gebracht und kamen dort ums Leben.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Gedenkmarsch_Farge%E2%80%93Sandbostel" title="Gedenkmarsch Farge–Sandbostel">Gedenkmarsch Farge–Sandbostel</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Scheibbs_(Bezirk_in_Niederösterreich)"><span id="Scheibbs_.28Bezirk_in_Nieder.C3.B6sterreich.29"></span>Scheibbs (Bezirk in Niederösterreich)</h3></div>
<p>Im <a href="Bezirk_Scheibbs" title="Bezirk Scheibbs">Bezirk Scheibbs</a> im Mostviertel in Niederösterreich fanden in mehreren Orten Endphaseverbrechen statt. In <a href="G%C3%B6stling_an_der_Ybbs" title="Göstling an der Ybbs">Göstling an der Ybbs</a> wurden am 13. April 1945 76 jüdische Zwangsarbeiter durch Mitglieder der SS ermordet. In <a href="Randegg" title="Randegg">Randegg</a> wurden beim <a href="Massaker_im_Schliefaugraben" title="Massaker im Schliefaugraben">Massaker im Schliefaugraben</a> am 15. April 1945 100 jüdische Zwangsarbeiter durch Mitglieder der SS und der Hitlerjugend ermordet. In <a href="Gresten" title="Gresten">Gresten</a> wurden am 19. April 1945 16 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter von der Waffen-SS in einem Wassergraben ermordet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schwerin">Schwerin</h3></div>
<p>Am 2. Mai 1945 wurde in <a href="Schwerin" title="Schwerin">Schwerin</a>, eine Stunde vor dem Einmarsch der US-Truppen, <a href="Marianne_Grunthal" title="Marianne Grunthal">Marianne Grunthal</a> von SS-Männern auf dem Bahnhofsvorplatz gehängt. Sie hatte sich positiv über Hitlers Tod und den nahenden Frieden geäußert. Im Stadtteil <a href="Zippendorf" title="Zippendorf">Zippendorf</a> erschossen SS-Einheiten bereits befreite KZ-Häftlinge eines Todesmarsches, der zuvor an der Stadtgrenze (<a href="Raben_Steinfeld" title="Raben Steinfeld">Raben Steinfeld</a>) geendet war.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schwetig">Schwetig</h3></div>
<p>31. Januar 1945: Die Häftlinge des Gestapo-<a href="Arbeitserziehungslager_Oderblick" title="Arbeitserziehungslager Oderblick">Arbeitserziehungslagers Oderblick</a> wurden mit dem Ziel <a href="KZ_Sachsenhausen" title="KZ Sachsenhausen">KZ Sachsenhausen</a> deportiert und auf einen Transport, das heißt einen <a href="Todesm%C3%A4rsche_von_KZ-H%C3%A4ftlingen" title="Todesmärsche von KZ-Häftlingen">Todesmarsch</a> geschickt. Etwa 70 kranke Häftlinge wurden in die Krankenbaracke eingeschlossen und verbrannt. Danach wurden auch alle anderen Baracken niedergebrannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Siegen-Wittgenstein">Siegen-Wittgenstein</h3></div>
<ul><li>Am 3. April 1945 wurde in <a href="Klafeld" class="mw-redirect" title="Klafeld">Klafeld</a> Ignatz Bruck wegen Hissens einer weißen Fahne von <a href="Volkssturm" title="Volkssturm">Volkssturmangehörigen</a> festgenommen, misshandelt und öffentlich erschossen, nachdem die Täter zunächst erfolglos versucht hatten, ihn zu erhängen.</li>
<li>Im April 1945 wurden in <a href="Eiserfeld" title="Eiserfeld">Eiserfeld</a> drei Zwangsarbeiter, die angeblich versuchten, zu den herannahenden US-Truppen überzulaufen, durch Genickschuss hingerichtet. Weitere Tötungen von Zwangsarbeitskräften in der Endphase sind überliefert aus Aue, dem Raum Berleburg, aus Erndtebrück, Feudingen, Netphen, Niederschelden, Siegen, Steinbach, Weidenau, Womelsdorf. Täter waren Angehörige der Gestapo, der SS und der Wehrmacht.<sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonnenburg">Sonnenburg</h3></div>

<p>31. Januar 1945: Mehr als 810 Häftlinge des <a href="KZ_Sonnenburg" title="KZ Sonnenburg">Zuchthauses Sonnenburg</a> wurden ermordet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprockhövel"><span id="Sprockh.C3.B6vel"></span>Sprockhövel</h3></div>
<p>Im Waldgebiet <a href="Hilgenp%C3%BCtt" title="Hilgenpütt">Hilgenpütt</a> an der Stadtgrenze zu <a href="Wuppertal" title="Wuppertal">Wuppertal</a> wurden zwei Tage vor Einmarsch der Amerikaner in einem heute zugeschütteten Steinbruch zwei bislang unbekannte <a href="Fahnenflucht#Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Fahnenflucht">fahnenflüchtige</a> deutsche Soldaten von der <a href="Feldgendarmerie" class="mw-redirect" title="Feldgendarmerie">Feldgendarmerie</a> erschossen und liegengelassen.<sup id="cite_ref-hilgenpütt_99-0" class="reference"><a href="#cite_note-hilgenpütt-99"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="St._Oswald_in_Freiland">St. Oswald in Freiland</h3></div>
<p>Auf dem Gelände des Arbeitsdienst-Lagers in <a href="Sankt_Oswald_in_Freiland" title="Sankt Oswald in Freiland">St. Oswald</a> wurden am 1. April 1945 fünf gefangengenommene Partisanen auf Geheiß des Kreisleiters von <a href="Deutschlandsberg" title="Deutschlandsberg">Deutschlandsberg</a>, <a href="Hugo_Suette" title="Hugo Suette">Hugo Suette</a>, nach einem Verhör erschossen, einer von ihnen war vorher noch trotz schwerer Verletzungen hilflos liegengelassen worden.<sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-101" class="reference"><a href="#cite_note-101"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Tat wurde im <a href="Grazer_Partisanenmordprozess" title="Grazer Partisanenmordprozess">Grazer Partisanenmordprozess</a> behandelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="St._Pölten"><span id="St._P.C3.B6lten"></span>St. Pölten</h3></div>
<p>Am 13. April 1945 wurden knapp zwei Tage vor Einmarsch der Roten Armee 13 Mitglieder der <a href="Widerstandsgruppe_Kirchl-Trauttmansdorff" title="Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff">Widerstandsgruppe Kirchl-Trauttmansdorff</a> in einem <a href="Standgericht" title="Standgericht">Standgerichtverfahren</a> zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen. Die Mitglieder des Standgerichts wurden in einem Nachkriegsprozess verurteilt.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stukenbrock">Stukenbrock</h3></div>
<p>31. März 1945 (Ostermontag): Das <a href="Stammlager_VI_K_(326)" title="Stammlager VI K (326)">Stammlager VI K (326)</a> wurde von den Deutschen geräumt. Vorher wurden Teile der Lagerbelegschaft nach Osten verlegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Surberg">Surberg</h3></div>
<p>3. Mai 1945: Nahe der Ortschaft <a href="Surberg" title="Surberg">Surberg</a> bei Traunstein im Chiemgau wurden 61 meist jüdische Häftlinge, die sich auf einem Todesmarsch befanden, kurz vor der Befreiung der Region durch amerikanische Truppen von der SS ermordet.<sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Treuenbrietzen">Treuenbrietzen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_von_Treuenbrietzen" title="Massaker von Treuenbrietzen">Massaker von Treuenbrietzen</a></i></div>
<p>23. April 1945: 131 italienische <a href="Milit%C3%A4rinternierte" title="Militärinternierte">Militärinternierte</a>, die als Zwangsarbeiter in einer Munitionsfabrik in <a href="Treuenbrietzen" title="Treuenbrietzen">Treuenbrietzen</a> arbeiten mussten, wurden von Wehrmachtsangehörigen in ein nahegelegenes Waldstück getrieben, wo sie bis auf vier Überlebende erschossen wurden.<sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Warstein,_Langenbachtal,_Eversberg_(Arnsberger_Wald)"><span id="Warstein.2C_Langenbachtal.2C_Eversberg_.28Arnsberger_Wald.29"></span>Warstein, Langenbachtal, Eversberg (Arnsberger Wald)</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Massaker_im_Arnsberger_Wald" title="Massaker im Arnsberger Wald">Massaker im Arnsberger Wald</a></i></div>
<p>20.–22. März 1945: 57 ausländische Zwangsarbeiter aus dem Lager in <a href="Warstein" title="Warstein">Warstein</a> wurden auf Befehl des SS-Generals <a href="Hans_Kammler" title="Hans Kammler">Hans Kammler</a> am 20.&nbsp;März erschossen. Am nächsten Tag wurden 71 Arbeiter aus dem Lager Sauerlandhalle geholt und erschossen. Am 22.&nbsp;März wurden 80 Ausländer aus demselben Lager abgeholt und bei <a href="Eversberg" title="Eversberg">Eversberg</a> ermordet. Anschließend wurde die Sauerlandhalle von der SS angezündet. Französischen Arbeitern gelang es jedoch, tausende eingeschlossene Russen aus der Halle zu befreien. Kammler hatte nach einer Reise nach Berlin verkündet: „Das Fremdarbeiterproblem wurde für die deutsche Bevölkerung existenzbedrohend. Wir müssen jetzt Vergeltung üben. Wir müssen die Zahl der Fremdarbeiter dezimieren.“<sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wedel">Wedel</h3></div>
<p>Frühjahr 1945: Zehn Männer aus dem niederländischen <a href="Putten_(Gelderland)" title="Putten (Gelderland)">Putten</a> kamen im Außenlager <a href="Wedel" title="Wedel">Wedel</a> des <a href="KZ_Neuengamme" title="KZ Neuengamme">KZ Neuengamme</a> ums Leben. Am 2.&nbsp;Oktober 1944 hatten SS und Wehrmacht in Putten eine „Vergeltungsaktion“ durchgeführt: 661 Männer wurden aus dem zuvor zerstörten Dorf bei <a href="Amersfoort" title="Amersfoort">Amersfoort</a> entführt, nur 49 überlebten die Deportation, alle anderen wurden in Deutschland ermordet, darunter viele im KZ Neuengamme.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weimar">Weimar</h3></div>
<p>5. April 1945: Gestapobeamte brachten 149 Insassen des Polizeigefängnisses in <a href="Weimar" title="Weimar">Weimar</a> um. Unter dem Kommando von Oberregierungsrat und SS-Obersturmbannführer <a href="Hans-Helmut_Wolff" class="mw-redirect" title="Hans-Helmut Wolff">Hans-Helmut Wolff</a> betrieb die Gestapo die „planmäßige“ Auflösung der Dienststelle Weimar. Kriminalkommissar und SS-Obersturmführer Felix Ritter exekutierte zusammen mit zehn weiteren Beamten die Gefangenen, darunter sieben Frauen, und verscharrte sie notdürftig in Bombentrichtern. Danach begab sich die Weimarer Gestapo auf den „geordneten Rückzug“ nach Böhmen. Unterwegs erschossen sie noch weitere 13 Menschen, Militär- und Zivilpersonen, geflohene Zwangsarbeiter und Häftlinge. Bei der Exhumierung der Toten konnten im Juli 1945 43 Personen namentlich identifiziert werden. Die Opfer wurden im Juli 1945 eingeäschert und im August 1946 in einem Grabfeld auf dem Weimarer Hauptfriedhof beigesetzt. Der Gedenkstein wurde am 3.&nbsp;August 1963 im <a href="Webicht" title="Webicht">Webicht</a> eingeweiht, später versetzte man ihn an die <a href="Tiefurter_Allee" title="Tiefurter Allee">Tiefurter Allee</a> nahe dem Ortseingangsschild Tiefurt.
</p><p>5. April 1945: Einen Tag nach der Kapitulation Gothas wurde <a href="Josef_Ritter_von_Gadolla" class="mw-redirect" title="Josef Ritter von Gadolla">Josef Ritter von Gadolla</a><sup id="cite_ref-106" class="reference"><a href="#cite_note-106"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der Weimarer Mackensen-Kaserne wegen der „Aufgabe des festen Platzes Gotha“ zum Tode verurteilt und <a href="Standgericht" title="Standgericht">standrechtlich</a> erschossen. Als seine letzten Worte sind überliefert: „Damit Gotha leben kann, muss ich sterben!“ Mit dem Todesurteil wurde von Gadolla ein <a href="Opfer_der_NS-Milit%C3%A4rjustiz" title="Opfer der NS-Militärjustiz">Opfer der NS-Militärjustiz</a>. Das Urteil wurde 1997 aufgehoben und er damit rehabilitiert.<sup id="cite_ref-107" class="reference"><a href="#cite_note-107"><span class="cite-bracket">[</span>106<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weissenbach_an_der_Triesting">Weissenbach an der Triesting</h3></div>
<p>Im Ort <a href="Weissenbach_an_der_Triesting" title="Weissenbach an der Triesting">Weissenbach an der Triesting</a> im damaligen <a href="Reichsgau_Niederdonau" title="Reichsgau Niederdonau">Reichsgau Niederdonau</a>, heute <a href="Nieder%C3%B6sterreich" title="Niederösterreich">Niederösterreich</a>, kam es zur Ermordung von 40 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern am 16. April 1945.<sup id="cite_ref-108" class="reference"><a href="#cite_note-108"><span class="cite-bracket">[</span>107<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wenzelnbergschlucht_in_Langenfeld">Wenzelnbergschlucht in Langenfeld</h3></div>
<p>13. April 1945: 71 Gefangene wurden drei Tage vor dem Einmarsch der Alliierten auf Befehl von SS-Obergruppenführer <a href="Karl_Gutenberger" title="Karl Gutenberger">Karl Gutenberger</a> und Generalfeldmarschall <a href="Walter_Model" title="Walter Model">Walter Model</a>, unterstützt vom Wuppertaler Gestapochef Josef Hufenstruhl, in der <a href="Wenzelnberg" title="Wenzelnberg">Wenzelnbergschlucht</a> in den <a href="Leichlinger_Sandberge" title="Leichlinger Sandberge">Sandbergen</a> im zu <a href="Langenfeld_(Rheinland)" title="Langenfeld (Rheinland)">Langenfeld (Rheinland)</a> gehörenden <a href="Wiescheid" title="Wiescheid">Wiescheid</a> an der Stadtgrenze zu <a href="Solingen" title="Solingen">Solingen</a> umgebracht. Die Täter waren ein Kommando aus Solinger und Wuppertaler Gestapoleuten und Kripobeamten. 60 Ermordete kamen aus dem <a href="Justizvollzugsanstalt_Remscheid" title="Justizvollzugsanstalt Remscheid">Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen</a>. (Direktor Karl Engelhardt versuchte, entgegen den Anweisungen eine möglichst geringe Zahl von Menschen zu benennen. Aus eigenen Antrieb wählte er statt politischer Gefangene ersatzweise mehrheitlich unpolitische schwere Straftäter aus und gab sie gegenüber der Gestapo als politische Gefangene aus,<sup id="cite_ref-nelles_109-0" class="reference"><a href="#cite_note-nelles-109"><span class="cite-bracket">[</span>108<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> vier aus dem <a href="Justizvollzugsanstalt_Wuppertal_(Bendahl)" title="Justizvollzugsanstalt Wuppertal (Bendahl)">Gefängnis Wuppertal-Bendahl</a>, vier Zwangsarbeiter aus dem <a href="Amtsgericht_Ronsdorf" title="Amtsgericht Ronsdorf">Polizeigefängnis Ronsdorf</a>, drei waren Unbekannte).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wien">Wien</h3></div>
<p>5. April 1945: In Wien wurden die beiden Chemiker Kurt Horeischy und Hans Vollmar erschossen, als sie die von Professor <a href="J%C3%B6rn_Lange" title="Jörn Lange">Jörn Lange</a> angeordnete Zerstörung eines Elektronenmikroskops zu verhindern versuchten.<sup id="cite_ref-110" class="reference"><a href="#cite_note-110"><span class="cite-bracket">[</span>109<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>12. April 1945: Wenige Stunden vor dem Eintreffen der Roten Armee, wurden in der Förstergasse in Wien-<a href="Leopoldstadt" title="Leopoldstadt">Leopoldstadt</a> neun Juden von SS-Angehörigen in einem Keller aufgespürt und erschossen.<sup id="cite_ref-111" class="reference"><a href="#cite_note-111"><span class="cite-bracket">[</span>110<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wuppertal">Wuppertal</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="NS-Morde_im_Burgholz" title="NS-Morde im Burgholz">NS-Morde im Burgholz</a></i></div>
<p>Ende Februar/Anfang März 1945: Auf dem <a href="Burggrafenberg" title="Burggrafenberg">Burggrafenberg</a> im <a href="Staatsforst_Burgholz" title="Staatsforst Burgholz">Staatsforst Burgholz</a> auf einer Lichtung nahe dem Schießstand der <a href="Wuppertal" title="Wuppertal">Wuppertaler</a> Polizei wurden unter Beihilfe der Wuppertaler Kriminalpolizei sechs Frauen und 24 Männer von der <a href="Gestapo" class="mw-redirect" title="Gestapo">Gestapo</a> <a href="NS-Morde_im_Burgholz" title="NS-Morde im Burgholz">erschossen</a>. Es handelte sich um Zwangsarbeiter aus der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>. Die Namen der Erschossenen blieben unbekannt, mit Ausnahme von Helena Matrosova, einer ukrainischen Lehrerin.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Filme">Filme</h2></div>
<p>Der Fernsehfilm <i>Todeszug in die Freiheit</i> von 2017 zeigt zeitgenössische Aufnahmen eines solchen Zuges kurz vor dem Kriegsende in Europa.<sup id="cite_ref-112" class="reference"><a href="#cite_note-112"><span class="cite-bracket">[</span>111<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Ende April/Anfang Mai 1945 sollte ein Bahntransport Insassen des <a href="KZ-Au%C3%9Fenlager_Leitmeritz" title="KZ-Außenlager Leitmeritz">Konzentrations-Außenlager Leitmeritz</a> des <a href="KZ_Flossenb%C3%BCrg" title="KZ Flossenbürg">KZ Flossenbürg</a> ins <a href="Konzentrationslager_Mauthausen" class="mw-redirect" title="Konzentrationslager Mauthausen">Konzentrationslager Mauthausen</a> bringen. Der Transport in offenen Güterwagen ohne Versorgung mit Lebensmitteln wurde von Angehörigen der SS und der Wehrmacht bewacht. Durch die <a href="Bedingungslose_Kapitulation_der_Wehrmacht" title="Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht">bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht</a> erreichte der Zug sein Ziel nicht mehr. Die meisten der etwa 4000 KZ-Häftlinge überlebten.
</p><p>Andrea Mocellin und <a href="Thomas_Muggenthaler" title="Thomas Muggenthaler">Thomas Muggenthaler</a> wurden für ihre Arbeit an dem Film mit dem Deutsch-Tschechischen Journalistenpreis ausgezeichnet und für den <a href="Grimme-Preis" title="Grimme-Preis">Grimme-Preis</a> nominiert.<sup id="cite_ref-113" class="reference"><a href="#cite_note-113"><span class="cite-bracket">[</span>112<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Dokumentarfilm <a href="Totschweigen" title="Totschweigen">Totschweigen</a> von <a href="Margareta_Heinrich" title="Margareta Heinrich">Margareta Heinrich</a> und <a href="Eduard_Erne" title="Eduard Erne">Eduard Erne</a> handelt vom Massaker an 180 jüdischen Zwangsarbeitern in <a href="Rechnitz" title="Rechnitz">Rechnitz</a>.
</p><p>Die Filmbiografie <a href="Der_Hauptmann" title="Der Hauptmann">Der Hauptmann</a> von <a href="Robert_Schwentke" title="Robert Schwentke">Robert Schwentke</a> handelt von den Gräueltaten des Kriegsverbrechers <a href="Willi_Herold" title="Willi Herold">Willi Herold</a> in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Verbrechen_der_Wehrmacht" title="Verbrechen der Wehrmacht">Verbrechen der Wehrmacht</a></li>
<li><a href="Liste_von_im_Deutschen_Reich_hingerichteten_Personen#Deutsches_Reich_1933_bis_1945" title="Liste von im Deutschen Reich hingerichteten Personen">Liste von im Deutschen Reich 1933 bis 1945 hingerichteten Personen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Sven Keller<sup id="cite_ref-114" class="reference"><a href="#cite_note-114"><span class="cite-bracket">[</span>113<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>: <i>Volksgemeinschaft am Ende. Gesellschaft und Gewalt 1944/45.</i> Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-72570-4 (Volltext <a href="Open_source" class="mw-redirect" title="Open source">open source</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.degruyter.com/document/doi/10.1524/9783486763645/pdf">online</a> (pdf, 2,3 MB)). Gekürzte Fassung seiner Dissertation (2010)<sup id="cite_ref-115" class="reference"><a href="#cite_note-115"><span class="cite-bracket">[</span>114<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Gerhard Paul: <i>„Diese Erschießungen haben mich innerlich gar nicht mehr berührt“. Die Kriegsendphasenverbrechen der Gestapo 1944/45.</i> In: Gerhard Paul, <a href="Klaus-Michael_Mallmann" title="Klaus-Michael Mallmann">Klaus-Michael Mallmann</a> (Hrsg.): <i>Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. „Heimatfront“ und besetztes Europa.</i> <a href="Wissenschaftliche_Buchgesellschaft" title="Wissenschaftliche Buchgesellschaft">Wissenschaftliche Buchgesellschaft</a>, Darmstadt 2000, ISBN 3-89678-188-X.</li>
<li><a href="Cord_Arendes" title="Cord Arendes">Cord Arendes</a>, <a href="Edgar_Wolfrum" title="Edgar Wolfrum">Edgar Wolfrum</a>, Jörg Zedler (Hrsg.): <i>Terror nach Innen. Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkrieges.</i> (= <i>Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte.</i> Band 6). Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0046-6.</li>
<li>Edgar Wolfrum: <i>Widerstand in den letzten Kriegsmonaten und Endphasenverbrechen.</i> In: <a href="Peter_Steinbach_(Historiker)" title="Peter Steinbach (Historiker)">Peter Steinbach</a>, <a href="Johannes_Tuchel" title="Johannes Tuchel">Johannes Tuchel</a> (Hrsg.): <i>Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933–1945.</i> Lukas, Berlin 2004, ISBN 3-936872-37-6.</li>
<li>Ulrich Sander: <i>Mörderisches Finale. NS-Verbrechen bei Kriegsende.</i> Papyrossa Verlagsgesellschaft, Köln 2008, ISBN 978-3-89438-388-6. 2. erweiterte Auflage 2020, ISBN 978-3-89438-734-1.</li>
<li><a href="Daniel_Blatman" title="Daniel Blatman">Daniel Blatman</a>: <i>Die Todesmärsche 1944/45. Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords.</i> Aus dem Französischen von Markus Lemke. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 978-3-498-02127-6. (Rezension: Jan Friedmann: <i>Jagd an der Heimatfront.</i> In: <i><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a>.</i> 2, 10. Jan. 2011, S. 29 f. (mit 1 Abb. aus <a href="Neunburg_vorm_Wald" title="Neunburg vorm Wald">Neunburg vorm Wald</a>))</li>
<li><a href="Ian_Kershaw" title="Ian Kershaw">Ian Kershaw</a>: <i>Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944–1945.</i> DVA, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-421-05807-2. (auch: <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, Bonn 2011, ISBN 978-3-8389-0194-7) (<a href="Leipziger_Buchpreis_zur_Europ%C3%A4ischen_Verst%C3%A4ndigung" title="Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung">Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung</a> 2012)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dasjahr1945.de/verbrecherische-befehle/">dasjahr1945.de: Verbrecherische Befehle</a>, Webseite der <a href="Vereinigung_der_Verfolgten_des_Naziregimes_%E2%80%93_Bund_der_Antifaschistinnen_und_Antifaschisten" title="Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten">VVN-BdA</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://nazicrimesatlas.org">NaziCrimesAtlas</a> – Digitaler Atlas zur Dokumentation nationalsozialistischer Gewaltverbrechen</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Sven Keller: <i>Volksgemeinschaft am Ende.</i> München 2013, ISBN 978-3-486-72570-4, S. 5 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Veronika Diem: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/verbrechen-der-endphase-des-zweiten-weltkriegs-855"><i>Verbrechen der Endphase des Zweiten Weltkriegs.</i></a> <a href="NS-Dokumentationszentrum_M%C3%BCnchen" title="NS-Dokumentationszentrum München">NS-Dokumentationszentrum München</a>, 16. Januar 2025.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mark_Mazower" title="Mark Mazower">Mark Mazower</a>: <i>Militärische Gewalt und nationalsozialistische Werte – Die Wehrmacht in Griechenland 1941 bis 1944.</i> In: Hannes Heer, Klaus Naumann (Hrsg.): <i>Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944.</i> Hamburg 1995, S. 172.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Kontrollratsgesetz Nr. 4</i> vom 30. Oktober 1945. <i>In: <a href="Amtsblatt_des_Kontrollrats_in_Deutschland" title="Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland">Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland</a></i>, Nummer 2 vom 30. November 1945, S. 26, Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek: <a href="Uniform_Resource_Name" title="Uniform Resource Name">urn</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-201301314932">nbn:de:101:1-201301314932</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
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<li id="cite_note-108"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-108">↑</a></span> <span class="reference-text">Eleonore Lappin-Eppel: <cite style="font-style:italic">Erinnerungszeichen an die Opfer des Zwangsarbeitseinsatzes ungarischer Juden und Jüdinnen in Niederösterreich 1944/45</cite>. In: Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung</cite>. Mandelbaum Verlag, Wien 2011.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Endphaseverbrechen&amp;rft.atitle=Erinnerungszeichen+an+die+Opfer+des+Zwangsarbeitseinsatzes+ungarischer+Juden+und+J%C3%BCdinnen+in+Nieder%C3%B6sterreich+1944%2F45&amp;rft.au=Eleonore+Lappin-Eppel&amp;rft.btitle=Gedenken+und+Mahnen+in+Nieder%C3%B6sterreich.+Erinnerungszeichen+zu+Widerstand%2C+Verfolgung%2C+Exil+und+Befreiung&amp;rft.date=2011&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Wien&amp;rft.pub=Mandelbaum+Verlag" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-111"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-111">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christa_Z%C3%B6chling" title="Christa Zöchling">Christa Zöchling</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.profil.at/oesterreich/history/sadistischer-schlussakkord-endkriegsverbrechen-zweiter-weltkrieg-5556219">Sadistischer Schlussakkord: Endkriegsverbrechen des Jahres 1945</a></i>, <a href="Profil_(Zeitschrift)" title="Profil (Zeitschrift)">profil</a> vom 14. März 2015, abgerufen am 24. September 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-112"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-112">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.3sat.de/page/?source=/ard/199042/index.html">Todeszug in die Freiheit (23. Januar, 20.15 Uhr)</a>, Informationen der beteiligten Sender 3sat und BR zum Film. 45 Min, erneut gesendet 23. Januar 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-113"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-113">↑</a></span> <span class="reference-text">Auszeichnungen: Deutsch-tschechischer Journalistenpreis 2017, Deutscher Kamerapreis 2018, für das Drehbuch wurden die Autorinnen zum <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.daserste.de/specials/ueber-uns/grimme-preis-2019-nominierungen-100.html">Grimmepreis 2019 nominiert</a></span>
</li>
<li id="cite_note-114"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-114">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ifz-muenchen.de/das-institut/mitarbeiterinnen/ea/mitarbeiter/sven-keller/">www.ifz-muenchen.de</a></span>
</li>
<li id="cite_note-115"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-115">↑</a></span> <span class="reference-text">Uni Augsburg. Doktorvater: <a href="Andreas_Wirsching" title="Andreas Wirsching">Andreas Wirsching</a></span>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references" data-mw-group="Anm.">
<li id="cite_note-94"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-94">↑</a></span> <span class="reference-text">Eine Außenstelle in <a href="Poppenhausen_(Heldburg)" title="Poppenhausen (Heldburg)">Poppenhausen</a> wird von Gert Stoi: <i>Das Arbeitslager Römhild 1943–1945 Dokumentation eines Verbrechens</i> nicht erwähnt.</span>
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</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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